HERALDER
Twilight Kingdom
Heralder - Twilight Kingdom Nach knapp sechs-jährigem Bestehen gibt’s mit „Twilight Kingdom“ nun endlich die erste Full-Length Scheibe der 8-köpfigen saarländischen Pagan Metal Formation HERALDER. Endlich? Naja, da ich zuvor noch nichts von dieser Band gehört hatte, machte ich mir erst ein Bild von den älteren Machenschaften der Band – und im Vergleich zu damals ist auf jeden Fall ein gewisser Fortschritt, was vor allem die musikalischen Fähigkeiten an sich betrifft, auszumachen.

Anfangs war ich sehr angetan von der netten Produktion der Scheibe, die in Kombination mit einigen eingängigen Riffs doch hin und wieder Laune macht. Stark launetrübend hingegen wirken sich jedoch die extrem nervigen Frauengesangparts auf das ganze Stück aus, da diese, zusätzlich zum übermäßig vorhandenen Keyboard und Synthisizergespiele, die Geschichte einfach zu überladen machen, mal von der etwas dürftigen gesanglichen Leistung der beiden Sängerinnen abgsehen. Wenn man bedenkt, dass diese Combo aus geschlagenen acht Leuten besteht, davon zwei den 6-Saiter schwingen und einer mit einer unglaublich tiefen und guten Stimme angelaufen kommt, ist es doch irgendwie beachtlich, dass die nervigsten Parts, sprich Keyboard und Frauengesang, überwiegen. Aber im Grunde sollte mich das überhaupt nicht mehr überraschen, da grob geschätzt die letzten zwanzig Platten von Bands, die diesem Genre frönen, über die ich ein Review verfasst habe, die selben Mängel aufweisen, wie „Twilight Kingdom“. Es ist wahrhaftig zum Mäusemelken. Da macht man sich die Mühe und hört sich die Scheibe x-Mal an, um in mitten dieses dumpfen Keyboardschwalls vergebens den Gitarren zu lauschen, da tauchen aus dem Nichts Riffs auf, die wahnsinniges Potential aufweisen, unter diesem ohrenbetäubenden Durcheinander aber nicht stark genug zum Vorschein kommen. Ich kann’s einfach nicht oft genug sagen: Entweder ihr setzt Keyboard und Konsorten in gemäßigtem Ausmaß ein, oder ihr lasst es ganz bleiben. Die Band hat Potential und auch Drang gute Musik zu machen, steht sich aber selber im Weg. Ich kann auch keine Anspieltipps nennen – wer jedenfalls genau hin hört findet bei jedem Track gute Riffs. Merkt euch einfach: weniger ist, wie so oft, einfach mehr.


Tracklist:
01. Introduction
02. Twilight Entrance
03. Cold Dark Walls
04. Queen Of Snowfall
05. The Crimson Gloom
06. The King's Return
07. Battleground
08. Secret Of Silence
09. A Legend Of Victory
10. The Forest Hides The Prize Of Wisdom
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Label:
Midlife Media

Band-Homepage:
www.heralder.de

Erscheinungsdatum:
20.06.2008

Verfasser:
Pedi

Autorwertung:
5,5 v. 10 Punkten
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Datum:
04.07.2008

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