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LORD BELIAL
The Black Curse |
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Nun muss ich zugeben, dass mir LORD BELIAL bislang völlig entgangen sind, obwohl mir der Name natürlich nicht unbekannt ist. Aus irgendeinem Grund habe ich mir aber noch nie die Mühe gemacht, diese Schweden mal anzuchecken. Etwas, was ich zutiefst bereue, nachdem mir mein wunderbarer Schreiberlingsjob die neue CD der Truppe ins Haus schwemmte, denn "The Black Curse" weiss auf ganzer Linie zu gefallen. Man könnte sie entfernt mit SETHERIAL und DISSECTION vergleichen, typisch schwedische Melodien, wohin man hört, aber auch epischerer Stoff aus der norwegischen Ecke schimmert hier und da in den opulenten Songs.Dabei lassen sich konkrete Vorbilder, im Sinne von Stilklau, aber nur schwer ausmachen, LORD BELIAL sind durchaus kreativ in der Verwertung sicherlich erkennbarer Einflüsse. Innovation findet natürlich ebenfalls nicht statt, aber hey, das ist Black Metal, oder? Also, gucken wir mal, was das Album zu bieten hat. Eröffnet wird mit dem Stampfer "Pazuzu - Lord of Fever and Plagues", der gleich mal klar macht, dass der Mainstream keine Option für LORD BELIAL ist. Stakkatoartige Drums und eine wirklich böse Gitarre sind Grundlage für eine erste Kostprobe der hasserfüllten Vocals, die der Menschheit, mit Hilfe des gar nicht netten Gottes Pazuzu, Pest und Cholera an den Hals wünschen. "Trumpets of Doom" ist dann mal Gänsehaut pur, tiefschwarze Melodien voller Epik und Intensität, und ja, auch ein bisschen Doom in Form ausgewalzter Gitarrenläufe, nur eben immer noch im eher schnellen Black Metal eingewoben. Aber genau sowas macht eine gute Scheibe zu einer Hammerscheibe, Gitarrenläufe und Melodien, die sich gnadenlos in Hirn und Herz fressen. Da macht "Sworn" gleich weiter, ein Highspeed-Killer mit ritualistischen Einlagen, monotone Drums als Grundlage für extrem intensive Screams. Überhaupt sind die Vocals Killer, das sind wenigstens mal richtige Screams, irgendwo zwischen Kraath und D.F. Bragmann vielleicht, es klingt jedenfalls völlig natürlich, wobei es hier schon Momente gibt, wo Thomas Backlin hörbar an seine Grenzen stösst, stört aber nicht weiter. "Inexorable Retribution" und "Antichrist Reborn" machen evt. wahrgenomme 'Fehler' sowieso mehr als wieder gut, Killer-Melodielinien, die den Himmel aufreissen und einen Blick in die Hölle gewähren. Im Midtempo geht es weiter in "Primordial Incantation", groovy und abermals ritualistisch, mitsamt Totenglocke (nicht vom Keyboard!) und einer halbakkustischen Einlage in einer sehnsüchtigen Melodie, die einen warm wie der Atem der Hölle umschliesst, nur um sich in wahnwitziger Raserei aufzulösen. "Devilish Enlightenment" spielt noch mehr mit dem Tempiwechseln, kann aber dennoch am wenigsten von allen Songs überzeugen. Das Problem hat "Ascension of Lilith" nicht, einige wird die Rückkehr dieser mesopotanischen, aber leider tödlichen, Schönheit in den Kanon LORD BELIALs enorm freuen, hat sie doch schon frühere Alben bereichert. Und die Wiederauferstehung wird stilecht mit hymnischen 'shem ham forash' Chören begleitet und das furiose Finale ist sowieso der Knaller. Aber mein persönlicher Fave versteckt sich kurz vor Ende in Form von "Unorthodox Catharsis". Knallig rhythmischer Anfang, der aber recht schnell wieder in eine von diesen unglaublich intensiven Melodien übergeht, die einem einfach Gänsehaut bereiten, irgendwo zwischen unaussprechlichem Hass und ungestillter Sehnsucht in dunkel-epischen Arrangements, und auch die Vocals legen noch eine Schippe mehr von allem drauf. Vielleicht liegts auch einfach dadran, dass mir Aussagen wie 'there's no salvation in christ' einfach aus der Seele sprechen. Noch ein wenig deathlastiger endet das Album mit "Soul Gate", das nochmal sämtliche Saitenkünste bemüht und stellenweise extrem groovy wird. Fans der Truppe schlagen hier sowieso zu und werden sicher nicht enttäuscht, aber auch Freunde von SETHERIAL, DISSECTION, NAGLFAR und so weiter sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren, "The Black Curse" hat wirklich die ganze Palette mitreissender, emotional geladener Schwedenmelodien zu bieten! Tracklist: 01. Pazuzu - Lord of Fever and Plaques 02. Trumpets of Doom 03. Sworn 04. Inexorable Retribution 05. Antichrist Reborn 06. Primordial Incantation 07. Devilish Enlightenment 08. Ascension of Lilith 09. Unorthodox Catharsis 10. Soul Gate ![]()
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Nun muss ich zugeben, dass mir LORD BELIAL bislang völlig entgangen sind, obwohl mir der Name natürlich nicht unbekannt ist. Aus irgendeinem Grund habe ich mir aber noch nie die Mühe gemacht, diese Schweden mal anzuchecken. Etwas, was ich zutiefst bereue, nachdem mir mein wunderbarer Schreiberlingsjob die neue CD der Truppe ins Haus schwemmte, denn "The Black Curse" weiss auf ganzer Linie zu gefallen. Man könnte sie entfernt mit SETHERIAL und DISSECTION vergleichen, typisch schwedische Melodien, wohin man hört, aber auch epischerer Stoff aus der norwegischen Ecke schimmert hier und da in den opulenten Songs.




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