

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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KAMPFAR
Heimgang |
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KAMPFAR gehörten noch nie zu den Bands, die leicht zu konsumierende Musik machten, und auch "Heimgang" bildet da keine Ausnahme. Trotz der vordergründig simplen Songstrukturen sind die Songs sperrig und schwer zugänglich. KAMPFAR sind krachiger geworden, ein bisschen schneller, ein wenig bombastischer, dunkler und brutaler. Und Dolk knurrt mit noch etwas mehr Hass seine Lyrics heraus. Dabei ist "Heimgang" eine recht natürliche Weiterentwicklung von "Kvass", vor allem Songs wie "Lyktemenn" und "Hat og Avind", also sehr rhythmisch-folkloristisch, aber auch sehr viel düsterer.Auf englische Texte verzichten KAMPFAR auf "Heimgang" nun vollständig, auch weil "Heimgang" auf einem gemeinsamen Konzept aufbaut. Eingeleitet wird die harte Wanderung vom sperrigen "Vantro", das schon sehr dunkel ist, "Inferno" macht eigentlich auch genau, was der Titel verspricht, ein Inferno aus folkloristischen Rhythmen und treibenden Marchingparts. "Dødens Vee" marschiert noch etwas harscher voran und wirft noch dunklere Schatten voraus, die sich in "Skogens Dyp" zu einem ersten Höhepunkt verdichten. Ein eher langsamer Song, der aber dafür umso intensiver wirkt, dunkel und bedrohlich geht es in die Tiefen des Waldes. "Antvort" ist abermals ein aggressiv voranmarschierender Song. Warum man sich in diesem Song zu 'Hei hei' Rufen hat hinreissen lassen, die stark an Elite erinnern, will sich mir nicht erschliessen, auch weil das nicht wirklich zu dem Song passen will und die fragile Rhythmik eher stört. "Vansinn" marschiert an sich in dem selben Rhythmus, aber deutlich langsamer und weist den einen oder anderen düsteren, gänsehauterzeugenden Part auf, die beinahe dramatisch werden. "Mareham" wirkt dagegen eher gehetzt, selbst in seinen ruhigeren Passagen. "Feigdarvarsel" ist ein Song in bester "Lyktemenn"-Manier, schnell, aggressiv, simpel. Mit solchen Arrangements haben KAMPFAR schon immer am meisten überzeugen können, viel aus dem Bauch heraus und auch hier ist die Energie überwältigend. "Vettekult" geht wieder viel düsterer weiter, bevor das Album mit dem fast verträumt wirkenden "Vandring" ausklingt, das vielleicht am ehesten den Sinn des Wortes "Heimgang" vermittelt. Die Weiterentwicklung der Band an ihren Instrumenten und in Sachen Songwriting ist durchaus hörbar, aber letztlich ist es ein typisches KAMPFAR Album. Harsche Ryhthmik mit viel Folklore sind die Bausteine, mit denen Dolk und Thomas schon immer gearbeitet haben, der einzige Unterschied zu früheren Alben ist, dass hier nun mehr Musiker beteiligt sind, ob das immer gut war, soll jeder selbst entscheiden. Nach dem Werbegeseihere hab ich jedenfalls deutlich mehr erwartet. Trotzdem ist "Heimgang" ein durchaus gutes Album, aber eben 'nur' ein typisches KAMPFAR Album. Wer früher nichts mit KAMPFAR anfangen konnte, wird auch hierdurch nicht bekehrt werden, für Fans der Truppe heisst es zugreifen, Anspieltips: "Feigdarvarsel" und "Skogens Dyp". Tracklist: 01. Vantro 02. Inferno 03. Dødens Vee 04. Skogens Dyp 05. Antvort 06. Vansinn 07. Mareham 08. Feigdarvarsel 09. Vettekult 10. Vandring ![]()
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KAMPFAR gehörten noch nie zu den Bands, die leicht zu konsumierende Musik machten, und auch "Heimgang" bildet da keine Ausnahme. Trotz der vordergründig simplen Songstrukturen sind die Songs sperrig und schwer zugänglich. KAMPFAR sind krachiger geworden, ein bisschen schneller, ein wenig bombastischer, dunkler und brutaler. Und Dolk knurrt mit noch etwas mehr Hass seine Lyrics heraus. Dabei ist "Heimgang" eine recht natürliche Weiterentwicklung von "Kvass", vor allem Songs wie "Lyktemenn" und "Hat og Avind", also sehr rhythmisch-folkloristisch, aber auch sehr viel düsterer.




