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BLOODBATH
The fathomless mastery |
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Die schwedische New Artrock und Progmetal Elite, namentlich KATATONIA und OPETH trifft sich zu einer gemeinsamen Session. Ha, ein Schelm, wer dabei an schönen, verdrehten Progsound denkt. Anders Nyström, Jonas Renske, Martin Axenroth und Mikael Akerfeldt nebst Neugitarrist Per Eriksson (dessen Exbands mir nicht einmal namentlich, geschweige denn stilistisch bekannt sind) machen aus ihrer Vorliebe für den schwedischen Deathmetal zwischen 1988 und 1992 und ähnlich alten Floridasound keinen Hehl. Natürlich klingt die Band nicht so, als würde ein Häuflein siebzehnjähriger Frischlinge auf der Suche nach der ultimativen Düsternis ihre um fünf Halbtöne runtergestimmten Gitarren zerschroten und dazu ein taktloses Rhythmusgewusel auf schrottigem Schlagwerk trümmern. Bei BLOODBATH, die ja nicht erst ein Album auf den Markt geworfen haben und in diesem Jahr bereits mit einer mörderisch guten neuen EP und einem Livealbum von einem vergangenen Wacken Gig punkten konnten, sind alle über 30 (bei Herrn Eriksson weiß ich das nicht, nehme aber mal an, dass er kein Jungspund mehr ist) und haben ein Händchen für abwechslungsreiche, stilvolle Kompositionen. Gespielt wird mit an Besessenheit grenzender Leidenschaft in fast maschinell zu nennender technischer Perfektion, doch da ist stets ein Funken Leben in der Musik BLOODBATHs. Mikael Akerfeldt singt tatsächlich mehr mit seiner grollenden Zombiestimme, die man bis auf den guten alten Kam Lee von MASSACRE zurückführen kann, als dass er nur auf die instrumentalen Läufe draufkotzt. Das ist der kleine, aber feine Unterschied. Akerfeldt hat eine ganz eigene Art, gewisse Bögen zu grummeln, so dass es stets kontrolliert und einprägsam wirkt. Auch in den Kompositionen herrscht eine unverkennbare Ordnung. Die Band ist ein eingespieltes Team, das hört man. Die Stücke selbst leben von ihren wechselhaften Abläufen, wo schleppende Momente von höchster atmosphärischer Dichte ohne Vorwarnung in pfeilschnelle und doch kontrollierte Passagen ausbrechen, wo auch das Schlagzeug in einem kurzen Break für sich alleine stehen kann und wo mittelschnelle Stakkatoriffs auf weiter im Hintergrund stattfindenden Blastbeatattacken reiten. Stampfende, an mystische Tänze primitiver Völker erinnernde Rhythmen unter schreddernden, apokalyptischen Riffs, eine trotz der häufigen Passagenwechsel stark ausgeprägte Eingängigkeit, oftmals leicht angeschrägte Harmonien, die Liste der guten Tugenden dieses Albums ist lang. Natürlich kommen auch ganz urtraditionelle Deathmetalparts mit peitschendem Schlagzeug im Viervierteltakt zum Tragen, auch ebenso düstere wie melodische Soli, die den Geist des frühen Skandinaviendeath nicht alleine reanimieren, sondern ihn in erfrischter Fassung den fanatischen Jüngern todesmetallischer Klänge injizieren. Was ich bemerke, ist der häufige Gebrauch von wogenden Parts, die geschickt zwischen den rasenden und majestätischen Passagen eingebaut werden. Sie kommen nicht bei jedem Song vor, machen sich aber positiv bemerkbar. Man war in den letzten fünfzehn Jahren Deathmetalgeschichte nicht taub, wenn es darum ging, sich neue Einflüsse zu suchen, aber man hat diese mit der orthodoxen Spielweise kombiniert. Wird auf den brutalen Abschnitten soliert, so scheint die Erdkruste aufzubrechen und ein brodelnder Lavaschwall sich über uns zu ergießen. Das ist Feuer, das ist wilde Lust, das ist gottlose Lebensfreude. BLOODBATH gelingt die Verknüpfung von entfesselter Wucht, kunstvoll angelegten Arrangements und hymnenhafter Eingängigkeit auf diesem neuen Album perfekt. Es reißt Dich mit, es eröffnet Dir Wege in andere spirituelle Dimensionen und doch ist es so physisch und direkt, wie man sich ein Deathmetalalbum von einer sich zur ursprünglichen Schule bekennenden Band eben wünscht. Möge das Blutbad noch eine Weile fortdauern! Tracklist: 01. At the behest of their death 02. Prcess of disillumination 03. Slaughtering the will to live 04. Mock the cross 05. Treasonous 06. Iesous 07. Drink from the cup of heresy 08. Devouring the feeble 09. Earthrot 10. Hades rising 11. Wretched human mirror ![]()
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Die schwedische New Artrock und Progmetal Elite, namentlich KATATONIA und OPETH trifft sich zu einer gemeinsamen Session. Ha, ein Schelm, wer dabei an schönen, verdrehten Progsound denkt. Anders Nyström, Jonas Renske, Martin Axenroth und Mikael Akerfeldt nebst Neugitarrist Per Eriksson (dessen Exbands mir nicht einmal namentlich, geschweige denn stilistisch bekannt sind) machen aus ihrer Vorliebe für den schwedischen Deathmetal zwischen 1988 und 1992 und ähnlich alten Floridasound keinen Hehl. 




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