

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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MAGICIAN
Tales Of The Magician |
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Wo ist man verrückter nach Power Metal als sonst wo in der Welt? Natürlich in Brasilien! Zwar stammen die besten und erfolgreichsten Bands dieses Genres aus Deutschland, die größte Fanschar konnten und können diese Bands aber in Süd- und Lateinamerika verzeichnen, was auch oft der Grund dafür war, dass sich diverse Bands entschieden haben, ihre Live-CDs oder DVDs in diesen Gefilden aufzunehmen. Power Metal Bands, die selbst aus Brasilien kommen, kenne ich kaum, aus diesem Grund war ich auch sehr gespannt auf die Band MAGICIAN, die laut Label stark an ihre Landsmänner von ANGRA zur Andre Matos-Ära erinnert. Außerdem wurde das Teil von Kai Hansen und Dirk Schlächter veredelt – das spricht doch schon mal alles für die Qualität der Band. Na gut, wenn man von Qualität spricht, kann man dem Quintett aus Porto Alegre wirklich rein gar nichts vorhalten, denn die Jungs haben enorme musikalische Fähigkeiten und lassen das den Hörer auch gerne spüren bzw. hören, in dem oft irres Sologedudel durch die Boxen dringt. Songwriterisch haben die Brasilianer da schon größere Probleme, denn die ganze Scheibe hindurch geht mir der „das hab ich doch schon irgendwo mal gehört“ – Gedanke nicht aus dem Kopf, denn die fünf Zauberer sind nicht nur hörbar beeinflusst von der deutschen Power Metal Elite, wie HELLOWEEN, GAMMA RAY oder BLIND GUARDIAN, sondern konnten sich auch vielleicht bis heute nicht ganz entscheiden, ob sie jetzt eigenständige Musik machen, oder doch lieber die Songs ihrer Lieblingsbands covern wollen. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben sie sich schließlich für beides entschieden. Auch wenn es auf „Tales Of The Magician“ wirklich gute und bombastische Momente gibt, die zum Mitschunkeln anregen, fehlt es den Brasilianern vor allem an Eigenständigkeit und am Gespür für richtig frische Melodien und episch-heroische Refrains, die für dieses Genre so wichtig sind. Die Produktion jedoch hat es wieder in sich, dafür sind die Bandmitglieder aber leider weniger verantwortlich. Trotzdem knallt der Sound ordentlich und macht so manches Defizit durch den Klang zweistimmiger Leads wieder wett. Positiv hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass trotz all des Bombasts kaum der richtig große Kitsch ausgepackt wird, der heutzutage nur zu oft so genannte Power Metal Platten durchstreift. Bei der Nummer „Dark Ritual (Hear Your Master’s Call)“ bewegt man sich diesbezüglich aber schon gefährlich nahe am Abgrund, bis glücklicherweise mit fettem Riffing fortgesetzt wird. Im Großen und Ganzen ist die Musik einfach zu wenig aussagekräftig, nervt mit komischen Zwischenparts, oder extrem schlechten und nervigen Klaviereinlagen. Die Tatsache, dass die Platte von einem lyrischen Konzept geprägt ist, ändert da wenig dran, außerdem sind mir diese neu-Power Metal Geschichten eh viel zu langweilig, denn die handeln, wie auch bei MAGICIAN, immer von irgendwelchen schrecklichen Kreaturen, die allesamt vernichtet werden müssen, bla bla bla – uninteressant. Mir geht’s um die Musik und da haben es die Jungs von MAGICIAN - auch wenn viel Potenzial vorhanden ist - leider nicht so drauf, da die ganze CD über kein Song vorkommt, der restlos übezeugen kann. Sänger Dan Rubin macht mit seinen kraftvollen, variationsreichen Vocals guten Eindruck, auch wenn die Gesangsmelodien meistens von jedem Kind, das gerade auf dem Topf sitzt, komponiert werden könnten. Aber jetzt ist genug gelabert, denn wie gesagt: das was auf „Tales Of The Magician“ geboten wird, ist viel zu wenig für internationale Fananerkennung. Es kling vielleicht hart, aber wenn die Band irgendwann mal Erfolg haben will, muss sie sich etwas einfallen lassen, das ehrlich und frisch klingt. Tracklist: 01. Intro: Let The Spell Begin 02. Prime Evil 03. Underworld Terror 04. Sandstorm 05. Terminal Day 06. Dark Ritual (Hear Your Master's Call) 07. Minstrel's Domain 08. Siege Of Zelgian 09. Crossing The Last Gate 10. Let The Harmony Endure ![]()
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Wo ist man verrückter nach Power Metal als sonst wo in der Welt? Natürlich in Brasilien! Zwar stammen die besten und erfolgreichsten Bands dieses Genres aus Deutschland, die größte Fanschar konnten und können diese Bands aber in Süd- und Lateinamerika verzeichnen, was auch oft der Grund dafür war, dass sich diverse Bands entschieden haben, ihre Live-CDs oder DVDs in diesen Gefilden aufzunehmen. Power Metal Bands, die selbst aus Brasilien kommen, kenne ich kaum, aus diesem Grund war ich auch sehr gespannt auf die Band MAGICIAN, die laut Label stark an ihre Landsmänner von ANGRA zur Andre Matos-Ära erinnert. Außerdem wurde das Teil von Kai Hansen und Dirk Schlächter veredelt – das spricht doch schon mal alles für die Qualität der Band. Na gut, wenn man von Qualität spricht, kann man dem Quintett aus Porto Alegre wirklich rein gar nichts vorhalten, denn die Jungs haben enorme musikalische Fähigkeiten und lassen das den Hörer auch gerne spüren bzw. hören, in dem oft irres Sologedudel durch die Boxen dringt. Songwriterisch haben die Brasilianer da schon größere Probleme, denn die ganze Scheibe hindurch geht mir der „das hab ich doch schon irgendwo mal gehört“ – Gedanke nicht aus dem Kopf, denn die fünf Zauberer sind nicht nur hörbar beeinflusst von der deutschen Power Metal Elite, wie HELLOWEEN, GAMMA RAY oder BLIND GUARDIAN, sondern konnten sich auch vielleicht bis heute nicht ganz entscheiden, ob sie jetzt eigenständige Musik machen, oder doch lieber die Songs ihrer Lieblingsbands covern wollen. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben sie sich schließlich für beides entschieden. Auch wenn es auf „Tales Of The Magician“ wirklich gute und bombastische Momente gibt, die zum Mitschunkeln anregen, fehlt es den Brasilianern vor allem an Eigenständigkeit und am Gespür für richtig frische Melodien und episch-heroische Refrains, die für dieses Genre so wichtig sind. 




