

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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LORD AGHEROS
As a Sin |
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Was macht der gemeine Solo-Künstler, der sich in den Kopf setzt, ein atmosphärisches Klangwerk zu schaffen, das seine Gefühle und Stimmungen darstellen soll? Richtig, er klebt da erst mal das Etikett Black Metal drauf, in totaler Ignoranz der Tatsache gegenüber, dass es eben kein Black Metal ist, aber es scheint ja grad irgendwie modern und in zu sein.Ich erlaube mir die Dreistigkeit, das unter Gothic (Metal) einzustufen, das Black Metal Label würde zu 2,5 Punkten in der Endwertung führen. Hätten wir das also auch geklärt und wenden uns dem zu, was der Grieche aus Italien musikalisch zu bieten hat. Das ist bis zum akkustischen "Intermezzo" auch nicht so verkehrt, sehr ausgedehnte, verträumte, atmosphärische Songs, stark keyboardlastig, nur der 'Gesang' orientiert sich in der Tat an depressivem Black Metal im Stile alter Burzum, tut dem Gothic aber keinen wirklichen Abbruch. "The Gates of Solitude" eröffnet schon mit verträumt-depressiver Atmosphäre, zu der sich im weiteren Verlauf epische Ansätze und Klavier gesellen. Noch ein bisschen depressiver fällt "Glory through Death" aus und auch "Sacrilegium" weiss durchaus zu gefallen. Die Songs haben emotionale Tiefe und teils recht schöne Arrangements, die durchaus von Talent zeugen. Nach dem "Intermezzo" passiert aber, was halt passiert, wenn man Todessehnsucht mit Kitsch mischt. "Ash to Ash and Dusk to Dusk" ist sozusagen der Anfang vom Ende. Erwartet man bei einem solchen Titel doch eine gewisse Agonie, die man wohl naturgemäss empfinden würde bei einer Beerdigung, ist mir dieser Song einfach zu oberflächlich geraten, verpackt in ziemlich belangloses Gedudel. Und als wenn das nicht schon tragisch genug wäre, werden die letzten drei Songs inklusive Titelsong ziemlich nervtötend. "As a Sin" produziert zwar Bilder, allerdings ist das ein italienischer Gaststätteninnenhof mit karierten Deckchen und rosenverkaufenden Geigenspielern, wo ist das Depressive hin? Wo das Verträumte? Wo die packenden Arrangements? "Dancing in the Dark" ist diesbezüglich unbeschreiblich und "Escape" schafft dann noch Schiffahrtsromantik mitsamt eklig künstlich klingender Hammondorgel. Was daran wirklich tragisch ist, ist die Tatsache, dass die zweite Hälfte den guten Eindruck der ersten eigentlich komplett zunichte macht. Dieses Herumgereite auf Klischeeformulierungen, die aufgesetzt wirkende Todessehnsucht und der qualitative Abstieg stellen mich vor eine harte Frage. Hätte ich eine CD bekommen, die nur die ersten fünf Songs enthält, hätte ich hier vermutlich ne sieben dran geschrieben, die restlichen Songs sind schlicht furchtbar und produzieren allenfalls jede Menge Zuckerwatte, aber leider keine Stimmung mehr. Schade wegen der guten Ideen vom Anfang. Tracklist: 01. Drama begins 02. The Gates of Solitude 03. Glory Through Death 04. Sacrilegium 05. Intermezzo 06. Ash to Ash and Dusk to Dusk 07. As a Sin 08. Dancing in the Dark 09. Escape ![]()
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Was macht der gemeine Solo-Künstler, der sich in den Kopf setzt, ein atmosphärisches Klangwerk zu schaffen, das seine Gefühle und Stimmungen darstellen soll? Richtig, er klebt da erst mal das Etikett Black Metal drauf, in totaler Ignoranz der Tatsache gegenüber, dass es eben kein Black Metal ist, aber es scheint ja grad irgendwie modern und in zu sein.




