

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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ELITE
We own the Mountains |
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Was kann man nach einem Album wie "Bifrost" überhaupt noch machen? Das ist ein Album gewesen, nachdem man sich eigentlich auflösen muss, weil man es sowieso nie wieder wird übertreffen können. "Bifrost" hat sich selbst einen Olymp gebaut, Songs wie "Vinterlåst" und "Isberg" sind einfach Göttergaben, wie das ganze Album. Elitäre Arroganz, wohin man hörte, welche andere Band hat sich jemals getraut, mit einem Song wie "Æreløs" ein Album zu eröffnen? Meine Erwartungen waren also extrem zwiegespalten, ob ELITE zumindest auf dem selben Level würden weitermachen können.Mein erstes Testhören endete mit einer verzweifelten Mehrfachüberprüfung, ob ich die richtige CD habe. Sind das ELITE? Bitte, Odin, lass es die falsche CD sein. Aber alles Wünschen hilft nichts, ein Blick ins Booklet verrät die grausame Wahrheit. Sind das wirklich noch ELITE? Wo ist der Folk hin? Wo ist das Unbekümmerte? Wo die Energie, die Erhabenheit, das Majestätische? Und was zum Teufel habt ihr mit eurem Drummer gemacht? Herzlichen Dank auch an den Herrn vom Ton, dieses furchtbare Nähmaschinengeratter auch noch schön in den Vordergrund zu schieben. Rhythmus? Spiel? Klingt eher nach einem neuen Rekordversuch, wie oft man pro Minute draufkloppen kann und zu allem Überfluss auch noch (im wahrsten Sinne des Wortes) zu Tode getriggert. Zum Glück ändert sich der Eindruck nach mehrmaligem Hören (Gewöhnungsfaktor, you know), allerdings werden die ersten vier Songs dadurch auch nicht wesentlich besser. Vergessen wir die also mal und wenden uns dem Rest der CD zu, denn ab "Rovnatt" kehrt etwas vom Folk und vom elitär-Erhabenen zurück, wofür ich "Bifrost" auf ewig lieben werde. ELITE können es also doch noch, pure Aggression mit Folk zu mischen und damit einfach Eiskristalle an den Festern entstehen zu lassen wie in "Fra Askens Kilde". Na also, geht doch. Selbst das letzte von drei englischen Songs "Legend" weiss wieder zu gefallen, auch wenn ich persönlich ELITE lieber auf norwegisch höre. Thrillig-schrammelige Gitarren zeichnen den Anfang, bevor es wieder in Highspeed-Aggression übergeht. "Født til Vanvidd" und "Vi Skyr Ingen Strid" sind abermals gelungene Songs mit deutlicher Aggressionssteigerung, bevor der instrumentale Hidden Track "Odal" das Album beschliesst. Es gibt auf dem Album gute Songs, allerdings kommen die nicht mal ansatzweise an den Flair und die Qualität von "Bifrost" heran, als Nachfolge-Album für "Kampen" wär es wirklich okay gewesen, obwohl man die ersten vier Songs nur als Totalausfall werten kann. Auch der Sound ist alles andere als gelungen; warum man als norwegische Band seinen Kram in Portugal mastern lassen muss, will sich mir dabei absolut nicht erschliessen. Gut war die Wahl jedenfalls nicht, da hab ich schon von Hobbymixern besseren (weil passenderen) Sound gehört. Die Gitarren sind zu leise, die Drums zu laut und die Vocals gehen irgendwo dazwischen unter. Sound, wie er im satanischen Underground (leider) üblich ist, passt aber zu ELITE nun mal gar nicht. Was ich schon zu KAMPFARs "Heimgang" gesagt habe, fällt hier noch mehr auf. KAMPFAR haben einiges bei ELITE ausgeliehen an Stilmitteln, und umgekehrt haben sich auch ELITE bei KAMPFAR bedient. Vielleicht bleibt das nicht aus, wenn man dauernd zusammen rumhängt, aber ich denke, dass diese Angleichung beiden Bands nicht steht, und viel wichtiger, beide Bands haben das absolut nicht nötig. Das nächste Mal will ich bitte wieder so einen Überhammer wie "Bifrost"! Tracklist: 01. Volvens Vinter Seid 02. Amanita Muscaria 03. Winter Moon King 04. Lykmyren 05. Rovnatt 06. Fra Askens Kilde 07. Legend 08. Født til Vanvidd 09. Vi Skyr Ingen Strid 10. Odal ![]()
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Was kann man nach einem Album wie "Bifrost" überhaupt noch machen? Das ist ein Album gewesen, nachdem man sich eigentlich auflösen muss, weil man es sowieso nie wieder wird übertreffen können. "Bifrost" hat sich selbst einen Olymp gebaut, Songs wie "Vinterlåst" und "Isberg" sind einfach Göttergaben, wie das ganze Album. Elitäre Arroganz, wohin man hörte, welche andere Band hat sich jemals getraut, mit einem Song wie "Æreløs" ein Album zu eröffnen? Meine Erwartungen waren also extrem zwiegespalten, ob ELITE zumindest auf dem selben Level würden weitermachen können.




