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Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
ARS DIAVOLI
Pro Nihilo Esse
ARS DIAVOLI - Pro Nihilo Esse Du willst deine Musik dich leiden machen? Du willst Schmerz, Dunkelheit, Gewalt und Ausweglosigkeit? Verzweiflung, Tod, Verderben? Bitte, ARS DIAVOLI geben dir die volle Dröhnung, von allem. Dabei lassen sie dir nicht eine Sekunde Zeit, dich mit den Klängen vertraut zu machen, nach den ersten Sekunden verdunkelt sich bereits dein Blick, dein Lebenswille hört einfach auf zu existieren. Die weiteren neun Minuten des ersten Tracks "Angústia Sufocante" lassen dich in aller Genüsslichkeit spüren, wie sich auch die allerletzten Spuren davon auflösen, vor deinen Augen zerfasern wie Nebel im Wind. Und wenn du dann zerschmettert deine Seele siehst, schlagen sie mit aller Wut ("Ira Auto-Infligida") darauf ein. Ein gewalttätiges Klangmonster, das dir die Lunge zusammenpresst und dich atemlos zurücklässt.

In diesen Zustand der Nichtexistenz geworfen, wirkt der Titeltrack "Pro Nihilo Esse" beinahe friedlich, kreischende Gitarren zeichnen eine verträumte Melodie aus den Tiefen des Kosmos, die dich sehnen macht nach der friedlichen Stille der Ewigkeit. In eben diese führt der schon als Teaser verfügbar gewesene Doom-Brecher "Vis Compulsiva", der die Dunkelheit abermals zu verdichten im Stande ist. Krachige Schrammelgitarren über treibend monotonen Drums und pure Verzweiflung der Vocals zeichnen mit harschen, kantigen Kohlestrichen weiter am Bild des Zerfalls. Dabei dringt aus der kreischenden Klangwand immer wieder eine zarte, fast zerbrechlich wirkende Melodie hervor.

Es fällt wirklich schwer, den Klang dieses obskuren Solo-Projekts aus Portugal zu beschreiben, wer sich eine krachigere Mischung aus BURZUM, ABYSSIC HATE und NORTT vorstellen kann, hat zumindest schon mal eine grobe Vorstellung, Vergleichbares gibt es aber eher nicht. NORTT ist jedoch in sofern ein guter Anhaltspunkt, als "Pro Nihilo Esse" eine ähnliche Wirkung erzielt wie "Ligfærd", ein Klangwerk mit eigener Schwerkraft, ein schwarzes Loch, das Licht und Existenz zu konsumieren vermag, dich aus deiner Realität herausreisst und dem absoluten Nichts überlässt. Grosses Kino sind die Drums, aus denen die Songs viel von ihrer dunklen Energie beziehen. Sollte das programmiert sein, ist es mit Abstand der beste Drumcomputer, den ich je gehört habe, sehr detailliert, präzise und absolut zerstörerisch.

ARS DIAVOLI vertonen puren Nihilismus irgendwo zwischen minimalistischem SuicideBM und schleppendem, monotonen Funeral-Doom, Anti-Human-Anti-Life und massiver Destruktion und verpacken das in krachige, kreischende Songstrukturen, die in ihrer schieren Zerstörungskraft dennoch Schönheit mit sich führen - Ars Moriendi in vollendeter Schönheit des Zerfalls des Lebens. Die Simplizität der Strukturen und ihre Durchschlagskraft stehen zueinander in krassem Gegensatz, die emotional zerstörerische Wirkung ist überwältigend. "Pro Nihilo Esse" ist ein extrem harter und nur schwer verdaulicher Brocken Kunst, an dem es letztlich nichts herumzumeckern gibt, auch wenn der Klangkosmos (siehe oben) natürlich alles andere als innovativ ist. Selten hat das Labelmotto so sehr zugetroffen wie hier: Construct Destruction. "Pro Nihilo Esse" ist eins der dunkelsten und negativsten Alben, die mir bislang unter gekommen sind, aber eben auch grosse Kunst!


Tracklist:
01. Angústia Sufocante
02. Ira Auto-Infligida
03. Pro Nihilo Esse
04. Vis Compulsiva
05. Veneração Suicida
06. Derrames...
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Skull Weitere Infos: Skull

Label:
Debemur Morti

Band-Homepage:
www.myspace.com/arsdiavolibm

Erscheinungsdatum:
15.08.2008

Verfasser:
Velvet

Autorwertung:
9,5 v. 10 Punkten
Info: so benoten wir ...

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Datum:
06.10.2008

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