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Über stürmischen Sex und Diamanten
Obwohl, oder vielleicht auch gerade, weil ARSIS mit ihrem Namen für einen unbetonten und leichten Taktteil, auch 'Stille' genannt, bürgen sollten, fallen die Endprodukte der in Virgina Beach ansässigen Willowtip-Zöglinge nicht gerade unbedeutend schwerer und betonter aus, als man es sich aufgrund der Übersetzung des Bandnamens vorstellen mag. Eine gelungene Mischung aus thrashigen und teilweise extrem melodischen und technisch anspruchsvollen Heavy-Riffs, wie man sie am ehesten noch von Vital Remains oder Arch Enemy kennt, überzeugte auch Earache, die für die Kapelle das Tor zur Welt öffnete und uns dieses Jahr auch das Debut „A Celebration Of Guilt“ bescherte.
Nun haben die Mannen um Hauptsongwriter, Schreihals und Saitenhexer in persona James 'Jim' Malone eine neue EP namens „A Diamond For Disease“ geschmiedet, die bei uns allerdings erst Anfang nächsten Jahres erscheinen wird. Dafür antwortete mir der begnadete Virtuose umso schneller auf meinen elektronischen Brief, in dem er auf meine Komplimente in punkto Fingerfertigkeit sich erstmal bedankt und mehr über den Schaffensweg der beiden Bandgründer (Drummer Mike und Jim) uns mitteilt: „Mike und ich spielen bereits seit über 10 Jahren und bevor wir ARSIS gründeten, spielte ich in einer Band namens Scarlet, die bei Ferret Records unterkam. Davor, als ich 17/18 Jahre alte war, hatten Gus G. (Firewind, Nightrage, Ex-Dream Evil – Anm.d.Verf.) und ich ein Projekt. Wen es interessiert, kann ja mal auf http://www.guitar9.com/undiscov15b.html schauen und sich darüber informieren. Mike verbrachte seine High School-Zeit in einer Band, die Mausoleum hieß, und auf dem College spielte er in vielen Bands mit, die aber nicht immer wirklich Metal waren.“ 
So, so. Er war also jung und brauchte das Geld. Dafür spielt er jetzt umso härter und mit ARSIS braut man eine Mixtur aus Heavy, Thrash, Death und Black Metal zusammen, dessen Ursprung der Klampfer wie folgt erklärt: „Ich fing an Metal zu hören, als ich noch ein Kind war. An meinem 5. Geburtstag schenkte mir meine Mutter „Stay Hungry“ von Twisted Sister. Ich zieh mir `ne Menge Musik rein, wuchs mit Bands wie Motley Crue, Ratt, Judas Priest, Queensryche, Racer X, Cacophony etc. auf. Meine Lieblingsband bzw. -musiker ist aber noch wie vor King Diamond/Mercyful Fate und ich kann ungelogen sagen, dass ich in den letzten 5 bis 6 Jahren nicht wirklich neue Bands entdeckt habe. Die Black- und Death Metal-Einflüsse müssen also aus der kurzen Zeit her rühren, als ich mir Bands wie Dissection, Carcass und Death anhörte.“ Sein Gesang hingegen klingt bei Weitem nicht nach dem Eunuchenkönig, sondern ist sehr rau und manchmal könnte man meinen, dass hier ein kleiner Jeff Walkers (Carcass-Anm.d.Verf.) ins Mikro gatzt. „Ich mag das Singen nicht wirklich, aber Mike gefiel es so sehr, dass ich den Posten übernahm und ehrlich gesagt, neigen Metal-Vocalisten zu Faulheit und/oder übermässigen Drogenkonsums. Es war also eher eine aus der Not getroffene Entscheidung.“ Dann lebt man also die Parole 'Sex, Drugs and Rock´n´Roll' nicht aus? „Sex ist eine wunderbare Sache. Meine Freundin und ich haben schrecklich viel davon, obgleich sie nicht viel davon weiß, da sie die meiste Zeit dabei schläft. Wegen Drogen würd ich niemanden verdammen, wenn er sie nimmt, aber mein Ding sind sie nicht. Rock´n´Roll ist wie Sex – eine wunderbare Sache.“
Nun, neben dem Haufen Sex und Rock´n´Roll nahm man ein paar neue Songs auf, wobei man bei der mp3 auf der Homepage sofort erkennt, dass das Studio gewechselt wurde, berstet aus den Lautsprechern doch ein wesentlich räudiger und fetziger Sound, als auf dem Debut. Was ist der Grund hierfür? „Das Studio, in dem wir „A Celebration...“ aufnahmen, wurde geschlossen und so entschieden wir uns für unseren Freund Eyal Levi (Hairy Breakfast Productions), der die letzte Misery Index-Scheibe, „Dissent“, aufnahm. Mike und ich kennen Eyal bereits seit dem College und so war es auch logisch, dass wir seine Dienste annahmen. Wir wollten eine lockere Umgebung, in der wir unserer Arbeit gut nachgehen und trotzdem noch relaxen können.“ Da wir „A Diamond For Disease“ noch nicht vorliegen haben und uns nur mit einem Song von der HP begnügen müssen, beschreibt Jim auf mein Bitten das Werk etwas näher: „Ich würde sagen, dass der Titeltrack noch technischer ist, als alles auf „A Celebration...“. Außerdem verbirgt er mehr Elemente der Alten Schule als auf dem Debut. Zusätzlich gibt es eine Coverversion von Alice Coopers 'Roses on White Lace' sowie einen älteren Song von uns ('The Promise of Never' - Anm.d.Verf.), den wir neu aufgenommen haben. Beide sind geradliniger als der Titeltrack der EP und werden so hoffentlich für eine gute Ballance sorgen.“
Nun, neben dem Haufen Sex und Rock´n´Roll nahm man ein paar neue Songs auf, wobei man bei der mp3 auf der Homepage sofort erkennt, dass das Studio gewechselt wurde, berstet aus den Lautsprechern doch ein wesentlich räudiger und fetziger Sound, als auf dem Debut. Was ist der Grund hierfür? Da wir „A Diamond For Disease“ noch nicht vorliegen haben und uns nur mit einem Song von der HP begnügen müssen, beschreibt Jim auf mein Bitten das Werk etwas näher:
Dann wird das Scheibchen wohl doch nicht so stürmisch wie letztens die beiden Hurricans Katarina und Rita. Jim wuchs bekanntlich in Virgina Beach auf und lebt auch (wieder) dort. Er und sein Drummer mussten ebenso schon mit den Folgen von Hurricans leben und waren vor zwei Jahren, als Isabel, ein Strum der Kategorie 1, auf Virgina Beach wütete, 2 Wochen ohne Strom auskommen.
„Ich kann mir nur vorstellen, wie es für die Leute in Louisiana gewesen sein muss, als Katarina mit einer Stärke 4 hauste. Es wäre schön, wenn mehr Leute die Warnungen ernst nehmen würden und die Gegend evakuieren würden. Hab und Gut kann man ersetzen – das eigene Leben allerdings nicht.“ In Bezug auf Mr. Bush meint er, dass „seit seiner Amtszeit die Lebenskosten dramatisch angestiegen sind und auch die Mengen an Geldern, die umgesetzt werden, auch. Wenn man nicht reich ist, wird es immer schwieriger in den Staaten zu überleben. Die Reichen werden seit Bush immer reicher und für die Armen, so wie ich, wird es immer schwieriger die Miete, Rechnungen und die hohen Benzinpreise zu zahlen.“ Das kennen wir doch von irgendwoher...
Zudem muss sich Mike neben dem Touren durch die Staaten mit Misery Index, Incantation, Mortician und Invocation of Nehek mit einem Telefonjob durchschlagen, der auch überm Teich nicht allzu viel einbringt. Deswegen sind die Jungs auch immer auf der Suche nach Möglichkeiten live zu spielen und auch nach Europa würden sie nur allzu gern mal kommen, aber bislang blieben die Angebote der Veranstalter aus. Darum appellieren wir hier auch gemeinsam an die Booker in Europa und Deutschland endlich mal diese hervorstechenden Musiker zu uns zu holen, damit auch wir in den Genuss kommen, ARSIS und ihre Kracher livehaftig zu bebangen und mit ihnen einen oder mehrere zu heben! Neue Songs für ein weiteres Album stehen auch schon und sollen Anfang nächsten Jahres verewigt werden, damit die Truppe für die Saison von Frühling bis Herbst bereit zum Arsch treten ist.
http://www.worshipdepraved.com/

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