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Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
AMON AMARTH
Interview mit Johan Söderberg

AMON AMARTH gehören wohl zu den Bands deren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad stetig anstieg und in den letzten Jahren und vor allem mit den beiden letzten Alben noch mal exponentiell zugenommen hat. Begegnet einem ein junger Headbanger der auf hart machen will, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Shirt der Wikinger mit dem bei Tolkien entliehenen Bandnamen trägt recht hoch, stolpert man doch allenthalben über Berichte, Werbung oder ähnliches des nordischen Quintetts. Nach vierzehn Jahren Bandgeschichte und mit „With Oden On Your Side“ zuletzt einem überragenden und dem sicherlich besten Album der Bandgeschichte im Gepäck haben sich die Jungs das aber vielleicht auch verdient. So war die Gelegenheit im Vorfeld ihres Konzertes in der Frankfurter Batschkapp mal einen Plausch mit Gitarrist Johan Söderberg zu halten höchst willkommen. Vor allem wollten Kollege Frank und ich das Interview auf eine etwas andere Ebene bringen, denn es war im Vorfeld schon klar, dass eigentlich keine Frage über das neue Album noch nicht gestellt wurde. Aber es gab noch genug andere Aspekte über die Nordmänner die Aufmerksamkeit verdienten und nach einer kurzen Begrüßung führten wir eine sehr nette Unterhaltung mit einem  freundlichen und ausgesprochen ruhigen und ausgeglichenen Herrn Söderberg, dem wir erstmal nahe brachten, dass die Fragen in eine etwas andere Richtung gehen würden und ausgerechnet ich den ernsten Teil des Interviews führen würde. [Hey, wer sonst? Der Clown und Possenreiser in unserem Team bin schließlich ich-Anm. des Spaßkeks]
 
Marco:  „Na dann fangen wir mal mit dem ernsten Teil des Interviews an.
Nun, „With Oden On Your Side“ ist ein recht erfolgreiches Album, Platz 21 in den deutschen und schwedischen Album-Charts, Platz 27 in Österreich soweit ich weiß. Das ist ziemlich erstaunlich für eine Band eurer Herkunft. Ist diese Art kommerziellen Erfolges wirklich wichtig für euch?“
 
Johan: „Ja ist es, denn wir müssen etwas Geld verdienen um leben zu können. Das ist das Wichtige daran, wir müssen einen gewissen Erfolg haben um so eine Tour machen zu können. In den frühen Jahren hatten wir keine Familie und so was, lebten in billigen Apartments und hatten niemanden um den wir uns kümmern mussten, da konnte man für einen Monat oder so unterwegs sein und musste nur unterwegs alles bezahlt bekommen, da hat man für einen Abend mal einen Kasten Bier bekommen und das war cool. Jetzt brauchen wir aber Geld um das alles am Laufen zu halten.“
 
Marco: „Wie handhabt ihr das in eurem Privatleben?  Vor nicht all zu langer Zeit habt ihr vor 50 Leuten gespielt, jetzt spielt ihr vor 500 oder mehr, bedeutet das von der finanziellen Sicherheit mal abgesehen mehr für euch?“
 
Frank: „Ich sah euch vor ein paar Jahren vor 50 oder 80 Leuten in der Offenbacher Hafenbahn, keine Ahnung ob du dich an den Gig erinnerst?“
 
Johan: „Muss bei einem recht kleinen Event gewesen sein, mit PURGATORY oder so…“
 
Frank: „Kann sein, an die Supportbands erinnere ich mich nicht, die wichtige Band an dem Abend ward ihr.“
 
Johan: „Ich denke, es macht viel mehr Spaß diesen Grad erreicht zu haben und so in der Lage zu sein, deutlich professionellere Touren zu machen. Das war die ganze Zeit das Hauptziel der Band“
 
Marco: Ok, eine andere Sache. Die Musikindustrie steckt noch immer in einer tiefen finanziellen Krise, was in einer wirren Kopierschutz- und Klagepolitik der Firmen resultierte.
Was denkt ihr denn über Internet-Piraterie? Soweit ich weiß, habt auch ihr bei „Fate Of Norns“ diese Sache gemacht, bei der ihr den abschließenden Mix solange wie möglich zurückgehalten habt um ihn vor einem verfrühten Auftauchen im Internet zu schützen.“
 
Johan: „Ich denke es ist dumm zu versuchen irgendeinen Kopierschutz  auf ein Album zu packen, denn das wird niemals funktionieren. Wenn du dir das Album anhören kannst gibt es auch eine Möglichkeit es zu kopieren. Daher sehe ich den Sinn in dieser Art Kopierschutz einfach nicht. Dennoch ist es einfach nicht gut, wenn das Album etwa ein halbes Jahr bevor man es in die Läden stellt schon im Netz zu finden ist, denn dann sind die Leute einfach gelangweilt von dem Album, wenn es rauskommt. Mir ist es egal ob irgendwer sich ein paar Songs downloaded. Gewöhnlich ziehen Leute die Stücke um sie sich anzuhören und wenn es ihnen gefällt kaufen sie das Album trotzdem, zumindest beim Metal Publikum. Die haben einfach gerne Alben. Sie sammeln sie gerne. Vielleicht die jüngeren Kids nicht mehr, so um die Achtzehn. Ich weiß nicht ob die noch dasselbe Interesse am sammeln von Alben haben, wie ich es hatte als ich aufwuchs
 
Marco: „Das haben wir doch alle gehabt.“
 
Frank: „Als ich aufwuchs gab es nur die Tape-Trading Sache damals in den 80ern, denn eine Sache die sich nie geändert hat ist, dass Sechzehn- oder Achtzehnjährige kein Geld haben um sich alles zu kaufen. Egal ob es nun 1000 oder 100 Bands da draußen gibt, man kann nur ein paar Alben kaufen und den verdammten Rest bekommt man von seinen Freunden. Das war schon immer so, egal ob nun in den 70ern, 80ern oder 90ern. Ich denke in der Industrie ist so eine große Hysterie, weil die Labels in den 80ern zig Leute angestellt haben und jetzt wollen die alle ihre Jobs behalten und das ist das Problem. Da arbeiten zu viele Leute im Musikbusiness die keine Musik machen, aber versuchen ihre Jobs zu behalten und die Musiker sind die gefickten.“
 
Johan: „Ja, für gewöhnlich bekommt der Musiker am wenigsten Geld, das ist immer der Fall.
Aber dennoch brauchen wir die Albumeinnahmen um auf Tour gehen zu können. Würde niemand mehr Alben kaufen könnten wir auch nicht live spielen.“
 
Marco: „Du hast es gerade selbst gesagt, ihr bekommt den kleinsten Anteil von eurer eigenen Arbeit, eurer eigenen Kreativität. Ist das nicht frustrierend? Ihr steckt so viel Zeit und Emotion da rein und kommt nur ein wenig Klimpergeld.“
 
Johan: „Ja, das ist ziemlich strange. Aber auf der anderen Seite wäre die Alternative, dass wir alles selbst machen würden, aber dann könnten wir uns nicht auf die Musik konzentrieren. Wir hätten alle Hände voll mit anderen Aufgaben zu tun und dann würde glaube ich die Musik darunter leiden.“
 
Frank: „Ich habe eine interessante Theorie eines Musikers gelesen, frag mich jetzt bitte nicht nach dem Namen, der glaubt in der Zukunft wird es keine Labels mehr geben und das die Bands ihre Musik selbst via Internet promoten und in Form von MP3 auch direkt online verkaufen, ohne CD als Medium. So könnten sie die gesamten Einnahmen für die Band behalten. Wäre das interessant für euch?“
 
Johan: „Ich denke das wäre wirklich langweilig, denn ich liebe es ein schönes Album in Händen zu halten, gemütlich auf dem Sofa zu sitzen und es über eine gute Anlage zu hören. Ich kann es nicht ausstehen Musik über den Computer zu hören oder gar übers Handy. Ich bin da ziemlich Old School. Ich stehe auf alte Vinyl Alben und Plattenspieler, dieser ganze alte Kram.“
 
Marco: „Da wir es gerade von Labels hatten, eine exotische Begebenheit bei euch war, dass ihr für euer erstes Album bei einem Label aus Singapur gelandet seit. Wie zur Hölle ist das denn passiert? Und wie waren eure Erfahrungen damit?“
 
Johan: „Ich weiß es nicht wirklich, ich war zu dem Zeitpunkt nicht mal in der Band. Ich bin seit dem ‚Avanger’-Album dabei. Soweit ich weiß bekamen die irgendwie ein Demo und kontaktierten die Band. Und die Jungs dachten es wäre eine guter Weg, ein wirklich gutes Demo zu veröffentlichen. Anstatt nur irgendwelche Tapes zu haben, hatten sie ein echtes Album. Dennoch war der Plan dort nur eine Mini-CD zu veröffentlichen um die größeren Labels auf einen Aufmerksam zu machen, daher war das Teil hauptsächlich ein Demo.
 
Marco: „Wenn ich mich nicht ganz täusche hattet ihr alle noch eure Jobs nach dem erscheinen des vorherigen Albums. Ist das noch immer so und könnte das neue Album das vielleicht ändern? Wäre das überhaupt auch euer Traum wie der der meisten Musiker, nur von der Musik leben zu können und ist das mit „With Oden On Your Side“ zu erreichen?“
 
Johan: „Ich denke es ist möglich, ich habe meinen Job gekündigt. Keiner in der Band hat noch seinen Job, die hatten ein paar extreme Heimwochenend-Jobs [zumindest habe ich das so verstanden-Anm. von Marco] [Es klang definitiv nach „We h ad some extreme home wirklsfptkrrll övesant“-Anm. von Frank]. Aber der Plan ist die Band als Job zu haben, denn wenn du dieses Level erreicht hast, fehlt dir die Zeit für eine andere Arbeit zu Hause. Dann hättest du gar keine Zeit mehr, um sie mit deiner Familie zu verbringen oder zu den Proben zu gehen. Jeder ist müde nach der Arbeit und meint dann „scheiße, keinen Bock zum Proberaum zu gehen“. Jetzt Proben wir als wäre es eine Arbeit, gehen morgens hin, kommen nachmittags nachhause und das jeden Tag in der Woche, essen dann zu Abend. Eben wie ein regulärer Job, nur das wir eben Proben. Das ist viel besser und ich denke, das ist genau das was man tun muss um in der Lage zu sein eine gute Qualität in der Musik aufrecht zu erhalten. Zuvor hatten wir auch nicht so viel um das wir uns kümmern mussten, da konnte man mal sagen „ach vergiss es, nach der Arbeit kann ich noch zum Proberaum“ und das jeden Wochentag. Jetzt hat jeder Familie und so was, das ist wohl das Hauptsächliche…“
 
Marco: „Ok, kleiner Themenwechsel. Du hast gerade eure Familien erwähnt. Aber all eure Texte drehen sich um die wikingische- bzw. nordische Mythologie und all das. Dennoch seid ihr alle Verheiratet und habt Kinder. Wie verbindet sich das, welchem Glauben folgt ihr selbst? Richtet ihr eure Gebete an Gott, Walhalla oder was auch immer? Wo hast du geheiratet? In einer Kirche oder wo?“
 
Johan [Lacht]: „Ich bete zu gar nichts und meine Hochzeit war eine wikingische Hochzeit.“
 
Frank: „Ernsthaft?“
 
Johan: „Ja“
 
Frank [Lacht laut auf]: „Das lebende Klischee“.
 
Johan: „Wir hatten einen wikingischen…ähm, nicht Priester, mir ist der englische Name dafür entfallen, aber eben die wikingische Entsprechung dazu. Wir standen in einem großen Kreis und er machte Feuer und blies das Horn, das Trinkhorn ging herum und es war natürlich im Freien.“
 
Marco: „Klingt großartig.“
 
Johan: „Ja, es war wirklich cool. Aber es ist nicht so als hätte ich einen starken religiösen Glauben oder so. Wir empfinden es einfach als schönes Thema um Texte darüber zu schreiben und es passt zu der Musik.“
 
Marco: „Da wir gerade davon sprachen das du verheiratet bist, wie verbindet sich das mit deinem Tourleben? Du bist nicht vor dem 19. Dezeber zurück in Schweden von eurer Amerika-Tour, wenn ich mich nicht ganz täusche.“
 
Johan: „22ster“
 
Marco: „22ster? Also noch später. Wie macht ihr das, sitzt deine Familie zu Hause oder besuchen sie dich manchmal oder wie funktioniert das?“
 
Johan: „Die bleiben die ganze Zeit zu Hause, aber die Großmutter meiner Tochter kümmert sich Tagsüber um mein Kind, so dass meine Frau noch zur Arbeit kann. Sie hat also ein recht gewöhnliches Leben daheim, mit ein wenig Hilfe ihrer Mutter. So bekommen sie es hin sich ganz gut um sich selbst zu kümmern. Und es ist doch so, ich bin für eine ziemliche lange Zeit weg, aber wenn ich heim komme bin auch für eine lange Zeit zu Hause und dann bin auch jeden Tag da, denn ich brauche  ja nicht normal arbeiten zu gehen. Wir denken es ist das wert, eine lange Zeit fort aber auch eine ebenso lange Zeit daheim zu sein.“
 
Frank: „Aber ist das emotional nicht wirklich hart für dich? Ich kann mir vorstellen da schlagen zwei Herzen in deiner Brust. Wenn ihr als Band größer werdet, werden auch die Touren länger und länger und länger. Solltet ihr mal so groß werden, wie sagen wir METALLICA oder IRON MAIDEN, die sind zwei Jahre auf Tour und das fast ohne Ferien, vielleicht mal eine Woche oder weniger. Ist das nicht wirklich schwer, auf der einen Seite dieses Ziel für einen selbst und die Band aber zuhause sitzt die Familie die darauf wartet dass du nach Hause kommst?“
 
Johan: „Ja, es mag schwer sein aber es ist auch eine einmalige Gelegenheit das zu leben, herumzukommen und vor Menschen zu spielen, das ist meine größte Leidenschaft. Außerdem, sollten wir wirklich noch größer werden, könnten wir es uns wohl auch leisten unsere Familien für eine Woche oder so zu uns runter zu fliegen und dann einen Monat später vielleicht noch mal. Daher denke ich wir kriegen das schon hin.“
 
Frank: „Gutes Argument.“
 
Marco: „Wir kamen ja gerade auf das Touren, ihr habt bald im Anschluss eine America-Tour mit CHILDREN OF BODOM, SANCTITY und GOJIRA. Habt ihr bereits irgendwelche Erfahrungen mit diesen Bands und falls nicht seid ihr neugierig, kennt ihr sie überhaupt? Mögt ihr sie?“
 
Johan: „Ja, wir haben mit CHILDREN OF BODOM bereits letzten Dezember in Amerika getourt. Das sind wirklich coole Jungs und ich mag auch ihre Musik. Was die anderen Bands angeht, von denen habe ich noch nichts gehört.“
 
Marco: „Da hast du zumindest was GOJIRA angeht einiges verpasst, die sind echt toll.“
 
Frank: „Klingen ein wenig wie MESHUGGAH.“
 
Marco: „Andere Frage, wir hatten es ja vorhin schon von eurer Popularität. Wie sieht es damit in den Staaten aus?“
 
Johan: „Die ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Da ist auch viel während der CHILDREN OF BODOM Tour letztes Jahr passiert.“
 
Marco: „Sprich, ihr habt dort einen wachsenden Markt, um mal in finanziellen Termen zu sprechen?“
 
Johan: „Ja, ich denke es ist inzwischen der zweitgrößte Markt für uns.“
 
Frank: „Welcher ist der Größte?“

Johan: „Das ist Deutschland.“
[Alle fangen an zu lachen]
 
Frank: „Ich wusste das, aber ich wollte es hören.“
[Alle lachen weiter]
 
Marco: „So, der „ernste“ Teil ist jetzt erstmal rum, also kann Frank jetzt übernehmen.“
 
Frank: „Wir sprachen über Familie und auf Tour ist eine Band wie eine Familie, also lass uns über die persönlichen Beziehungen zu deinen Bandkollegen in den schlimmsten Momenten sprechen.
Erste Frage, wessen Füße stinken am Meisten auf Tour?“
[In diesem Augenblick betritt Frontmann Johan Hegg den Tourbus und zeigt beim Hören der Frage spontan auf unseren Interviewpartner Johan Söderberg, worauf alle in Gelächter ausbrechen-Anm. von Marco]
 
Johan: „Ich würde sagen der große Kerl da [während er in Richtung des Sängers zeigt], der Sänger stinkt am meisten.“
 
Frank: „Und wer kotzt als erster bei einer Party im Bus?“
 
Johan Hegg: „ Keiner kotzt.“
[Lachen auf Seiten der Schreiberlinge]
 
Johan: „Ich denke auch nicht, dass hier einer in den Bus kotzt.“
 
Marco: „Mangels Alkohol oder…?“
 
Johan: „Ich denke jeder kotzt mal.“
[Wieder allgemeines Gelächter]
 
Johan Egg: „Aber nicht in den Bus.“
 
Johan: „Nein, nicht in den Bus, wir versuchen ihn sauber zu halten…also den Bus“
 
Frank: „Ok, wer ist der jenige der nie seine Unterwäsche wechselt und lügt jetzt nicht, so einen gibt es in jeder Band.“
[Allseitig Wohlwissendes Grinsen und Lachen]
 
Johan [noch immer grinsend]: „Das muss Ted sein.“
[Auf dessen fragenden Blick aus dem hinteren Bereich des Busses erklärt ihm Johan noch mal auf Schwedisch die Frage]
 
Ted: „Das liegt daran, dass ich nicht schwitze.“
 
Johan: „Er sagt das liegt daran dass er weniger schwitzt als die anderen…“
 
Johan Hegg [höchst sarkastisch]: „Ja, klar…“
 
Frank: „Dann arbeitet er wohl nicht hart genug für sein Geld.“
 
Johan: „Ja, vielleicht sollten wir ihm den Hintern versohlen?“
[Auf den neuerlich fragenden Blick aus dem Heckteil des Busses übersetzt Johan Franks Kommentar]
 
Ted: „Vielleicht nicht, vielleicht nicht…“
 
Frank: „Und  wer bumst die meisten Frauen auf Tour?
 
Johan [Ganz der glücklich verheiratete Wikinger, unabhängig von seinem süffisanten Grinsen]: „Keiner hier bumst irgendwelche Frauen.“
 
Johan Hegg: „Wir sind zu alt zum ficken.“
 
Johan: „Ja, wir sind zu alt zum ficken…“
 
Frank [Ungläubig aber amüsiert]: „Ihr seid zu alt zum ficken?“
 
Johan: „Nein…wir ficken…aber nur zuhause.“
 
Johan Hegg: „Das ist total geheim…“
 
Frank [In Anlehnung an einen anderen Spruch]: „Hey, homefucking ist killing groupies.“
 
Johan Hegg und Ted: „Das können wir nicht offenbaren, was immer auf Tour passiert bleibt auf Tour, daher können wir nicht mehr dazu sagen.“
 
Marco: „Ist das die Art von Antwort die euch und eure Familie schützen soll?“
 
Johan: „Ich kann nur für mich sprechen, aber ich ficke hier niemanden auf Tour…“
 
Ted [Der sich inzwischen dazu gesellt hat]: „Er ist verheiratet…“
 
Johan: „…ich bin verheiratet und habe ein Kind.“ [im O-Ton „Married with children“, was auch der Originaltitel der Serie „Eine schrecklich nette Familie“ ist]
 
Ted: „ja, married with children…” [und fängt dabei an die Titelmelodie der eben genannten Serie zu singen]
 
Frank: „Und zuletzt: Wer ist das Weichei der Band, der gar nichts ertragen kann und sich ständig beschwert im sinne von „es ist zu heiß, es ist zu kalt, es ist zu schmutzig, rauch nicht hier drin“?“
[Die Bandmitglieder fangen an zu lachen]
 
Johan: „Vielleicht bin ich das…“
[Alle lachen]
 
Ted: „’Vielleicht bin ich das?’ Natürlich bist du das!!“
 
Johan: „Ich denke aber, jeder hat mit diesen Dingen zu kämpfen, ‚ich hätte es gern wärmer, ich hätte es gern kälter’ …“
 
Ted: „Das bist nur du!“
 
Johan: „Wir hatten einen Krach darüber, weil jeder andere Vorstellungen über die Temperaturen hatte.“
 
Frank: „Unglaublich, eine verdammte Horde Wikinger in einem Bus und sie sind alle Weicheier.“
[allgemeines Gelächter]
 
Johan Hegg: „Ich beschwere mich nie!“
 
Ein abschließender Satz, den wir zum Anlass nahmen uns bei den Jungs für die doch sowohl erleuchtenden als auch erheiternden Minuten zu bedanken, in denen uns so tiefe Einblicke gewährt wurden und ihnen noch viel Glück für die Zukunft zu wünschen.
 
Dieses Interview wurde ausgearbeitet, gehalten, verfasst und letztendlich Korrektur gelesen und online gebracht von Marco und Frank.


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Verfasser:
Azriel

Datum:
23.11.2006

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