Tach Männers. Erstmal ein großes Lob zu eurem neuen Album, das ja durch und durch fantastisch geworden ist. Da bleiben wirklich kaum Wünsche offen.
Wir habt ich es denn geschafft, dass sich „Euphoria“ so herrlich alt anhört?
Es freut mich, das zu hören. Ich denke das mit dem Sound hat sich einfach spontan so ergeben. Wir hatten nämlich gar keine großen Intentionen, das Album so ‚alt’ klingen zu lassen. Es kam uns vielmehr darauf an, dass sich die Songs so gut wie möglich anhören.
Bei uns seid ihr mit 8,5 Punkten bewertet worden – wie sieht es denn so generell mit den Reaktionen der anderen Magazine und vor allem eurer Fans aus?
Pfff, nur 8,5 Punkte…ihr Säcke, he he he ;).
Spaß beiseite. Die Reaktionen waren großartig und wir sind sehr froh, dass so viele Leute etwas mit unserer Musik anfangen können.
Seid ihr denn selbst zufrieden mit dem Endresultat?
Klar gibt’s immer ein paar Kleinigkeiten, die man vielleicht besser anders umgesetzt hätte, aber im Großen und Ganzen sind wir rundum zufrieden.
Bislang seid ihr den meisten Leuten hierzulande wohl kein Begriff, was sich nun sicherlich ändern könnte. Stellt euch doch bitte mal unseren Lesern vor! Wer verbirgt sich hinter DEAD MAN?
Wir sind vier Typen aus Mittelschweden, alle in den 70ern geboren. Anfang 2002 haben wir dann angefangen, gemeinsam Musik zu machen und haben seither zwei Alben und eine 7“ auf Crusher Records veröffentlicht.
Und wir mögen alle Eiscreme und Eis am Stiel ;).
Worum geht es auf „Euphoria”? Verbirgt sich ein Konzept, ein roter Faden, dahinter?
Eigentlich ist das Album nicht als Konzeptalbum gedacht, aber die Anordnung der einzelnen Songs war gut durchdacht. Trotzdem steht jedes Stück auf „Euphoria“ für sich selbst.
Wovon die Lieder handeln, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Gibt es einen Ort, an dem ihr gerne mal auf der Bühne stehen würdet?
Eigentlich überall da, wo die Zuschauer und die Atmosphäre stammen und der Soundtechniker nicht hinter seinem Mischpult pennt.
Habt ihr irgendwelche Haupteinflüsse, die eure Musik normalerweise prägen?
Mhm, eigentlich nichts Spezielles. Wir lassen uns von vielen unterschiedlichen Dingen inspirieren.
Nun eine etwas generelle Frage: wie entstehen eure Songs normalerweise? Wie läuft das Songwriting ab?
Kommt immer darauf an. Manchmal sitzen wir einfach zusammen und jammen, dann kommt etwas Brauchbares heraus. Oft schreiben wir unsere Songs auch alleine und stellen unsere Ideen dann bei den Bandproben vor.
Was macht DEAD MAN so speziell? Was unterscheidet euch vielleicht von anderen Bands?
Ich denke, unsere Originalität begründet sich vor allem in unserer Verspieltheit und der Fähigkeit, mit unserer Musik in neue Richtungen vorzustoßen.
Ich nehme mal an, man vergleicht euch oft mit PINK FLOYD oder sogar mit WITCHCRAFT oder GRAVEYARD aus Schweden. Mit wem würdet ihr euch denn selbst am ehesten vergleichen?
Uff, wir wurden mit so vielen unterschiedlichen Bands aus so vielen unterschiedlichen Musikrichtungen verglichen, dass es mir wirklich schwer fällt, da den Durchblick zu bewahren. Ich für meinen Teil habe keine favorisierte Band, mit der ich uns gerne vergleichen würde. Hoffentlich vergleicht man uns eines Tages gar nicht mehr, sondern erkennt uns einfach als DEAD MAN.
Nennt mir doch bitte drei Dinge, ohne die ihr nicht leben könnt:
• Luft
• Wasser
• Liebe
Habt ihr irgendwelche lustigen oder peinlichen Anekdoten aus dem Bandleben parat, die ihr unseren Lesern erzählen könnt?
Eine spezielle Geschichte fällt mir dazu jetzt nicht ein, aber es passieren immer ziemlich verrückte Sachen, wenn wir uns treffen. Meistens sind wir nicht ganz bei Sinnen, deswegen erinnere ich mich kaum. Am besten, du fragst mal in unserer örtlichen Polizeistation nach…
Was haltet ihr generell von der aktuellen Musikszene?
Den Großteil davon kannst du eindeutig in die Tonne treten. Aber ein paar Hoffnungsschimmer gibt es dann doch und ich denke, so langsam gibt es wieder mehr interessante Musik, da die Leute langsam die Nase voll von dem Mist haben, der einem tagtäglich aus dem Radio entgegenschallt und alles verpestet.
In Schweden scheinen coole Retro-Bands wie ihr, WITCHCRAFT, BURNING SAVIOURS etc. regelrechtwie Pilze aus der Erde zu schießen. Seid ihr befreundet? Welche Beziehung habt ihr untereinander?
Die Jungs von WITCHCRAFT kennen wir sehr gut. Wir proben im selben Gebäude wie sie. Ich (Kristoffer) habe schon mit jedem von WITCHCRAFT, mit Ausnahme ihres neuen Drummers, Musik gemacht. Magnus und ich haben in einer Band namens NORRSKEN gespielt, in der auch Jakim Nilsson und Rikard Edlund von GRAVEYARD waren.
Stell dir vor, ihr hättet die Chance, eine eigene Band für eine Party zusammen zu stellen. Welche Musiker würdet ihr wählen und wieso?
Eigentlich stehen wir nicht so auf All-Star-Bands, weil wir die langweilig finden.
Kristoffer: Blind Willie Johnson soll auf meiner Party spielen.
Joakim: Und ich hätte gerne eine Nacht mit Anna Nicole Smith.
Nun die Frage aller Fragen: Wie sieht es denn mit euren Plänen aus?
Was wünscht ihr euch für die Zukunft und habt ihr schon konkrete Pläne für ein neues Album?
Im September werden wir auf Europatour gehen, im November soll es dann nach Amerika gehen. Zudem werden wir dann natürlich auch an neuem Material arbeiten, aber etwas Konkretes haben wir noch nicht im Sinn
Dann besten Dank für eure Zeit und das Interview. Ich wünsche euch alles Gute.
Die letzten Worte gehören natürlich euch: