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Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
ATHENA
Interview mit Graziano Poggetti
Interview: Athena

zu "Twilight Of Days"


Pünktlich zum vereinbarten Termin rief mich Gitarrist Graziano Poggetti an um mit mir ein wenig über die neue Langrille "Twilight Of Days" zu sprechen. Doch zuerst befragte ich ihn ein wenig über die Vergangenheit des Sechsers: "...nun, gegründet wurde ATHENA eigentlich im Jahre 1991, damals noch als astreine True Metal Band die jedoch sehr schnell begann progressive Elemente in ihren Sound mitaufzunehmen. Teilweise versuchten wir Passagen von Bands wir Dream Theater und so weiter zu kopieren.", beginnt Graziano zu berichten. "Doch nach dem wir 1995, nach zahlreichen Liveshows endlich einen Plattenvertrag bekamen und das erste Album "Inside The Moon" erschien, wurden wir etwas straighter. Als wir Fabio in die Band bekamen und "A New Religion?" 1998 herausbrachten, bekamen wir überall klasse Kritiken und die daraufhin folgende Tour war auch stark."

Soweit so gut, doch dann gab es einen gravierenden Wechsel in der Band, denn mit Graziano selbst, Drummer Ross Lukather und vor allem einem neuen Sänger Namens Francesco Neretti fing fast alles neu an... "Genau, es war praktisch ein Neuanfang für ATHENA. Als ich in die Band kam hatten wir natürlich das Problem dass vor allem Francesco in die riesengroßen Fußstapfen von Fabio Lione treten musste. Doch er hat uns alle überzeugt und ich hoffe die Fans sehen das genauso."

Ich denke mal dass ATHENA oft Athena den Vorwurf bekommen auch nur eine von den ganzen gewöhnlichen Power Metal Bands zu sein, doch Graziano nennt mir sofort Gründe wieso man dennoch zu "Twilight of Days" greifen sollte: "Da wären zum einen unsere vielen Einflüsse. Das Drumming von Ross ist sehr von den alten Slayer Sachen beeinflusst (Oha? Fällt mir nicht wirklich auf... - d. Verf.), mein Gitarrenspiel ist sehr auf die Atmosphäre vom Keyboard abgestimmt und daher kommt das alles wie aus einem Guss."Doch das ist nicht alles..."Ich denke auch dass unsere Songs eben auf Grund der verschiedenen persönlichen Vorlieben und Inspirationen sehr abwechslungsreich gestaltet sind. Power Metal Fans dürfte daran bestimmt gefallen finden. Ich selbst zum Beispiel höre nicht so viel Metal, sondern mehr progressive Gitarrenmusik, was ich, denke ich, auch an meinem Spiel hören kann. Das bringt meiner Meinung nach eigenständige Elemente in die Musik ein."

"Twilight Of Days" ist offensichtlich ein Konzeptalbum... "Genau, allerdings mag ich es eigentlich nicht die Lyrics oder den genauen Inhalt preis zugeben, da ich der Meinung bin jeder sollte sich selbst eine Ansicht bilden und versuchen selbst damit zurecht zukommen. Grob gesehen geht es aber mal wieder um den Kampf zwischen Gut und Böse, jedoch Gut und Böse in einer einzigen Person vereinigt die sich letztendlich selbst umbringt um das Böse zu besiegen." Das Coverartwork scheint sich also genau auf diesen Umstand zu beziehen? "Ja, Es zeigt Gut und Böse, in einer Person..."

"Lyrics sind uns sehr wichtig...", beginnt Graziano auf meine Frage nach den Texten zu antworten, "sie drücken ja den eigentlichen Inhalt der CD aus. Doch bin ich der Ansicht dass Texte niemals den Vorrang vor der Musik selbst haben sollten. Bei uns zum Beispiel entsteht erstmal das musikalische Grundgerüst bevor wir uns daran machen Texte zu schreiben die dann auch dazu passen."

Die Meinung über die anderen Italienischen Power Metal Bands hat mich natürlich auch noch interessiert: "Also mir gefallen sie sehr gut und erst einmal muss ich ihnen natürlich danken, hauptsächlich den Verreitern wie Rhapsody, Labyrinth und so. Sie haben den Power Metal aus Italien erst wieder salonfähig gemacht und somit auch uns ermöglicht die Musik einem so breiten Publikum zu präsentieren. Musikalisch finde ich Labyrinth auf Grund des etwas progressiven Touches ziemlich geil, aber auch Olaf`s Side-Projekt bzw. Band Vision Divine kann mich auch begeistern. Rhapsody mit ihrem orchestralen Element sind ebenfalls stark." Aber es gibt ja auch noch genügend Bands die noch nicht so bekannt sind obwohl sie ein großes Potential besitzen, oder? "Ja, auf jeden Fall..." Ich sehe da zum Beispiel Frozen Tears... "Genau, die kenne ich auch. Sind wirklich gut, aber haben leider bisher noch nicht wirklich großen Erfolg. Aber kommt bestimmt noch."

Somit war meine Gesprächszeit dann auch schon wieder schnell vorüber und als letzte Worte fand Graziano folgendes: "Ich hoffe ihr da draußen gebt uns und unserem neuen Sänger eine Chance und ich freu mich euch auf Tour zu treffen! Vielen Dank für das Interview." Ehrensache! Abschließend kann ich also noch mal jedem den Tip geben sich das Album mal zu Ohren zu führen. Ihr werdet es nicht bereuen!!


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Verfasser:
Päddl

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