

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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DISBELIEF
E-Mail Interview mit Joe |
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zu "Worst Enemy" Es wurde viel geschrieben, von wegen "bestes Album der Karriere", "Durchbruch für Disbelief" etc... doch wie seht Ihr die neue Scheibe und die daraufhin erfolgten Reaktionen? Natürlich sind wir sehr angetan von den teilweise auch sehr euphorischen Reaktionen zu "Worst Enemy". Für uns ist das neue Album ein weiterer Schritt nach vorne und wir hoffen, noch mehr Leute mit unserer Musik zu erreichen. Von einem "Durchbruch" kann
aber, glaube ich, keine Rede
sein, denn Disbelief ist eine Band der
kleinen Schritte. Es geht zwar langsam aber stetig nach vorne.
"Worst Enemy" strotzt ja fast nur so vor Energie! Lag das vielleicht auch daran weil Ihr Euch mit der Produktion der Scheibe fast 3 Jahre Zeit gelassen habt? Von Zeit lassen kann hier keine Rede sein. Wir hatten nach der 98`er Veröffentlichung "Infected" einige Tour - Aktivitäten mit Bolt Thrower, vorher der Nuclear Blast Festival-Tour mit Hypocrisy. Im März`99, nach einer kleinen Club-Tour durch Holland, hatten wir massive bandinterne Probleme, die dazu führten, dass wir uns von unserem Sänger Karsten trennten. So standen wir 6 Monate ohne Sänger da, bis Karsten nach intensiven, klärenden Gesprächen wieder zurück kam und wir uns ins Songwriting stürzten. Das war dann eigentlich Ende 1999 fertig, aber leider verließ unserem Gitarristen Tommy dann der Mut und er sah keine Zukunft mehr für Disbelief. Der nächste Besetzungswechsel folgte und wir fanden mit Jan-Dirk Löffler, einen langjährigen Kumpel den richtigen Mann. Mittlerweile war es März`00. Es kam noch einiges an neuem Material dazu und dann endlich Ende Mai`00, haben wir "Worst Enemy" bei Andy Classen in 12 Tagen eingeprügelt. Das Endprodukt war so überzeugend, dass uns klar war, dass wir uns nach einem größerem Label umschauen mussten , dass die neue Scheibe entsprechend promoten konnte. Nach zahlreichen Absagen haben wir dann mit Massacre Rec. Anfang`01 einen Deal unterzeichnet und so stand dem Release am 30.04.01 nichts mehr im Wege. Wie du siehst mussten wir allerhand durchmachen, um diese Scheibe endlich veröffentlichen zu können. Waren die drei Jahre Entwicklungszeit fast nur `musikalischer´ Natur oder haben auch die Texte auf "Worst Enemy" sehr viel Zeit in Anspruch genommen? Welchen Stellenwert nehmen die Lyrics bei Euch ein? In den fast 3 Jahren hat sich bei uns sehr viel Wut angestaut, die wir in Musik und Text umgesetzt haben. Wir verarbeiten unterschiedliche Themen, die uns bewegt haben oder die uns immer noch beschäftigen. Text sowie Musik beinhalten sehr viel Emotion, sowohl negative als auch positive und sind Momentaufnahmen eines Gemütszustands. Die Lyrics stehen immer im direkten Zusammenhang mit der Musik und haben deshalb auch einen hohen Stellenwert. Wir wollen musikaisch und lyrisch keine Klischees bedienen. Was stellt das Cover-Artwork dar und in wiefern bezieht es sich auf den Albumtitel bzw. die Songtexte? Als wir den Cover-Entwurf zum ersten mal sahen, war es für uns die perfekte Umsetzung des "Worst Enemy". Bedrohlich, kalt, heimtückisch, skrupellos, einfach perfekt. Es zeigt eine Gottesanbeterin mit Drohgebärden, ein Tier, mit dem man
die vorher genannten Attribute durchaus
assoziiert.
Ich würde Eure Musik nicht unbedingt als reinrassigen Death Metal betiteln, dazu schwirren mir zu viele `fremde´ Einflüsse in Eurer Musk herum... Wie würdest Du Eure Musik selbst beschreiben und woher kommen die größten Einflüsse? Ich sehe das ähnlich wie du. Death Metal ist nur ein kleiner Teil unseres Spektrums. Unsere Einflüsse sind sehr vielfältig, da wir grundsätzlich jeder Art von Musik offen gegenüberstehen. Das kommt unserer Musik natürlich zugute, da wir uns so ständig weiterentwickeln können und nicht irgendwelchen Old School - Sachen hinterher hinken müssen. Wir sind hungrig nach jeder musikalischen Progression und saugen sie förmlich in uns auf. Letztlich würde ich sagen, dass wir extreme Rockmusik machen, das klingt zwar sehr einfach, trifft aber den Punkt. Wie sieht es denn mit einer Live-Präsentation von "Worst Enemy" aus? Gibt es da schon Pläne? Neben eineigen kleineren Shows hier in unserer Umgebung (Raum Frankfurt) + dem Hell on Earth -Festival in Österreich spielen wir bei der Europa Tour von Cannibal Corpse, Kreator und Krisiun mit. Leider spielen wir die Shows nur im Ausland mit (England, Irland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland) und in Deutschland sind wir nicht dabei, aber diese Konzerte im Ausland sind für uns sehr spannend, weil wir in diesen Ländern noch nie live gespielt haben. Für Deutschland planen wir gerade Einzelkonzerte mit Bands, wie Crack Up, Totenmond, Somifere oder Spawn, um auch in Deutschland flächendeckend präsent zu sein. Mit wem würdest Du gerne mal auf Tour gehen und wieso? Gibt es auch einen speziellen Ort an dem Du gerne mal auftreten würdest? Im Prinzip habe ich da keine Favoriten, aber mein Traum wäre es schon, wenn es möglich wäre, eine Genre - übergreifende Tour auf die Beine zu stellen, wo Disbelief mit Bands wie z. B. Deftones, Neurosis, Faithless oder Nevermore zusammen spielen könnte. Aber bis es mal soweit kommt.... Spezielle Orte gibt es da eigentlich auch nicht. Oder wie es die Scorpions mal sagten: Überall, wo es eine Steckdose gibt! Hättet Ihr Euch zu Beginn Eurer Karriere träumen lassen jemals solche Kritiken einzuheimsen und solch einen Erfolg zu haben? Was sind Eure weiteren Ziele mit DISBELIEF? Wir haben immer an uns und unsere Musik geglaubt, auch ohne diese Kritiken. Für uns zählt nur der Spaß und die Leidenschaft, mit der wir die Sache betreiben. Klar hört und ließt man solche Lobeshymnen sehr gerne. Für uns sind sie aber nicht ausschlaggebend. Unsere Ziele sind so viel wie möglich live spielen, überall auf der Welt und eine Scheibe nach der anderen aufzunehmen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen und vielleicht gelingt uns auch mal von der Musik zu leben. Wie seht Ihr die deutsche Death Metal Szene momentan? Seid Ihr aktiv im Underground tätig? Um ehrlich zu sein beschäftige ich mich nicht sonderlich mit der Szene. Wir haben sehr gute Kontakte zu Bands wie Crack Up oder Dew - Scented . Das, was in Deutschland an Bands momentan populär ist, sind entweder Black-, True- oder New-Metal Bands. Das Wort Underground hat über die Jahre auch etwas Staub angesetzt, denn wer definiert eigentlich "Underground" ? Wir sind auf jeden Fall bemüht jedem Web- und Fanzine Rede und Antwort zu stehen und tun unser möglichstes überall live zu spielen. Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen und weiterhin viel Erfolg!! Letzte Worte finden hier natürlich auch Platz!! Ich möchte mich auf jeden Fall für euer Interesse an Disbelief bedanken und hoffe, dass wir uns irgendwann auf einem unserer Konzerte sehen können. Wer mit uns in Kontakt treten möchte, oder sich einfach noch mehr über Disbelief informieren möchte, der kann das auf unserer Homepage www.disbelief.de gerne tun. Ansonsten: Bleibt aufgeschlossen und musikhungrig und gibt "Worst Enemy" eine Chance -get infected-...
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aber, glaube ich, keine Rede
sein, denn Disbelief ist eine Band der
kleinen Schritte. Es geht zwar langsam aber stetig nach vorne.
die vorher genannten Attribute durchaus
assoziiert.




