SYMPHONY X, CIRCUS MAXIMUS, DREAMSCAPE - Frankfurt, Nachtleben (20.02.2008)
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Was hab ich mich auf das Konzert gefreut. Schließlich war es satte 10 Jahre her, als ich die Band das erste Mal live auf dem Rock Hard Festival sah. Damals mit dem Götteralbum „Divine Wings Of Tragedy“ im Gepäck, lieferte man eine Show ab, die an Erhabenheit dem damaligen Headliner SAVATAGE in nichts nach stand. Auf der aktuellen Tour mit DREAM THEATER konnte man mich nicht überzeugen, da die Setlist viel zu sehr im Zeichen des neuen Albums „Paradise Lost“ stand.
Die Erwartungen meinerseits waren grenzenlos, aber auch die Befürchtung, dass man seine Klassiker auf der Headliner-Tour ignorieren könnte.
Den Opener spielten die beiden Prog Metal Bands DREAMSCAPE und CIRCUS MAXIMUS und langweilten auf hohem Niveau.
Beide hatten als Haupteinflüsse DREAM THEATER (logisch), THRESHOLD (nett) und DREAMSCAPE noch RAINBOW (nun, wer will…) zu verbuchen. Unnötig zu erwähnen, dass beide nicht gegen die erwähnten Combos anstinken konnten.
CIRCUS MAXIMUS hatten zwar den besseren Bassisten (sehr filigrane Fingerarbeit hat der Mann), aber dafür auch den schlechteren Sänger. Dem Norweger kackte nach der Hälfte des Sets regelmäßig die Stimme ab. Kaum eine Strophe die zu Ende gesungen wurde.
Aber die langweiligen, uninspirierten Songs hatten beide zu bieten. Kaum Tempiwechsel, kaum eigene Ideen, nur Standards, die die Vorreiter der Progszene schon vor Jahren in ihren Songs hatten. Dazu ein lahmarschiges Stageacting, dass man glauben könnte, die Füße der Musiker wären auf der Bühne festgenagelt worden.
Nun, auch das war irgendwann vorbei und das überwiegend aus DREAM THEATER Konzertgängern zusammengesetzte Publikum, verabschiedete beide Gruppen mit mehr als höflichem Applaus. Gut, wem’s gefällt. Mir war das zu lahm und öde.
Aber wir waren ja wegen
SYMPHONY X
da. Leider bestätigten sich aber meine oben genannten Befürchtungen.
/Symphony X (130).jpg) So wurde nahezu das komplette Album „Paradise Lost“ gespielt. Lediglich das in der Zugabe gespielte „Seas Of Lies“ war der für die alten Fans hingeworfene Knochen.
Verdammt, wo waren „The Edge Of Forever“, “Out Of The Ashes”, “The Accolade Part I und II”? Gut, die Monumentalwerke “Divine Wings Of Tragedy” oder “Odyssey” konnte kein vernünftig denkender Mensch erwarten, aber der eine oder andere alte Song wäre doch schön gewesen.
Allerdings war die Setlist, rein objektiv betrachtet, aus Marketinggründen logisch und richtig. Viele der Anwesenden waren nur Aufgrund des Supportslots auf der DT-Tour auf die Band aufmerksam geworden und die will man nicht mit für sie unbekanntem Kram wieder verschrecken.
An dem Auftritt selber gab es eigentlich auch nix zu meckern. Michael Romeo hinterließ wie immer staunend aufgerissene Münder und Russel Allen ist, trotz leichter Probleme an diesem Abend, einfach der beste Metalsänger unserer Zeit. Der Mann kann einfach alles. Der Sound war auch Top und die Stimmung bestens.
Der einzige der was zu nörgeln hatte, war wohl mal wieder ich. Aber das kennt man ja von mir. Dennoch war das Fehlen diverser alter Stücke für mich als Fan seit dem Debüt ein Schlag in die Magengrube. Man stelle sich vor, AC/DC kommen auf Tour und spielen nur Songs der letzten drei Alben. Gut, IRON MAIDEN haben jüngst etwas Ähnliches veranstaltet, haben dafür aber auch von vielen Fans verbal auf die Mütze bekommen. Letztendlich war ich enttäuscht, der Erfolg gibt der Band aber am Ende wohl recht.

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