STORMWARRIOR - Hamburg, Ballroom - (22.02.2008)
Die Release-Party vom neuen STORMWARRIOR-Album „Heading Northe“ wurde praktischerweise gleich mit einem Konzert verbunden – umso schöner für die Fans, denn in der Vergangenheit beschränkten sich die Gigs der Hanseaten ja meist auf Festivals.
Nachdem der Ballroom gegen 22 Uhr so langsam recht gut gefüllt war, ging es erstmal mit der Vorband EDGE OF THORNS los. Dem Namen nach zu urteilen sind SAVATAGE-Verweise nicht zu übersehen und das war dann auch musikalisch der Fall. Allerdings agieren die Bitburger um einiges heavier und aggressiver, sind aber dennoch im Power Metal anzusiedeln. Das Songwriting war doch recht komplex und auf ein Prog-Gefrickel waren die Fans, die in erster Linie eher wegen STORMWARRIOR gekommen sind, nicht eingestellt. Gut, so extrem war es nicht, aber die Songstrukturen waren schon recht anstrengend. Einigen war es jedenfalls nach einiger Zeit etwas zu viel und verließen den Ballroom. Sie machten ihre Sache dennoch recht gut und Sänger Dirk Schmitt wusste zu unterhalten, doch es waren einfach nicht die Art von Fans anwesend, an die sich solche Musik richtet. Dennoch ein großes Lob, für einen Einzel-Gig die Strecke Bitburg-Hamburg zu fahren. Das ist heutzutage ja auch nicht mehr selbstverständlich.
Gegen zwanzig nach elf kam dann der Headliner auf die Bühne und zwar zu den Klängen des Intros „And The Horde Calleth For Oden“, ehe es dann gleich los ging mit „Heading Northe“, das frenetisch aufgenommen wurde. Weitere Titel vom aktuellen Album waren das stampfende „Metal Legacy“ oder auch das hyperschnelle „Remember The Oathe“ sowie das zum Mitsingen einladende „Iron Gods“. Doch auch die älteren Songs wurden nicht vergessen, so intonierte man vom „Northern Rage“- Album „Lindisfarne“ und „Odin´s Warriors“, während vom Debüt „The Axewielder“ und „Iron Prayers“ vertreten waren. Im letzten Drittel der Spielzeit kamen noch einige Bandmitglieder wie Scythewielder, Evil Steel, Lightning Blade (inzwischen mit kurzen Haaren) und Black Sworde auf die Bühne, um Songs vom ersten bzw. zweiten Album zu spielen, wobei alle Beteiligten sichtlich Spaß hatten.
Dennoch kann man leider nicht von einem gelungenen Konzert sprechen, denn die Begleitumstände waren alles andere als gut. Während Drummer Doomrider mit Fieber spielte und Sänger und Gitarrist Thunder Axes Stimme durch exzessives Proben arg strapaziert war, was sich dadurch äußerte, dass er die hohen Töne kaum traf und die langgezogenen Melodien verkürzen musste, war auch der Sound eher schlecht als recht – so hörte man meist nur eine Gitarre und auch der Gesang war zu leise. Erst die letzten zwanzig Minuten waren soundtechnisch besser. Dazu kam, dass man der Band auch optisch ansah, dass sie nicht gut drauf waren: Leidenschafts- und emotionslos wurde der Gig gespielt und dazu kamen noch einige technische Probleme mit dem Equipment. Wenn man allerdings die vorgenannten Gründe dafür kennt, muss man der Band dennoch ein Lob aussprechen, dass sie den Gig bis zum Ende durchgezogen hat. Die meisten Leute im Publikum haben die Band dennoch abgefeiert und so konnte man nach dem Auftritt trotzdem noch mit der Band das eine oder andere Pils vernichten.
Hoffen wir beim nächsten Mal auf bessere Umstände, denn normalerweise sind die Hamburger ein richtig geiler Live-Act.

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Verfasser:
Leather Rebel
Datum:
31.03.2008
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