Eternal Frost Festival - Naila, Turnhalle - (08.03.2008)
Naila rockte mal wieder und das gewaltig. Das „Eternal Frost Festival“ ließ am 08. März die Holzbohlen der Alten Turnhalle mit fünf Bands beben und man konnte getrost sagen, dass wirklich für jeden etwas dabei war. (Brösel)
Na ja, vielleicht nicht gerade für jeden, doch für den großen Teil der gegenüber letzten Jahres etwas geschrumpften Schar der regionalen Metal-Szene in und um Hof. Die Bandauswahl war sicher ausschlaggebend, dass einige Leute fehlten und auch nicht jede Band so gut aufgenommen wurde, obwohl
BLEEDING RED
laut Hörensagen ziemlich gut angekommen sein mussten. Der Black/Death-Mix der noch sehr jungen Truppe (wachsen dem Drummer eigentlich schon Schamhaare?) kam jedenfalls gut bei den ca. 200 schon Anwesenden an. Meinereiner war zu dem Zeitpunkt noch mit dem Beschimpfen von österreichischen LKWs beschäftigt und hätte sich die Jungs aus Schwaben gern mal angeschaut. Na dann eben beim nächsten Mal. (trabi)
Ab 21 Uhr durften schließlich die Lokalmatadoren von
SONS OF DEATH
auf die Bühne, die mit ihrem wuchtigen Death Metal hier und da die Haare zum fliegen brachten. Leider kam der ganze Auftritt etwas sehr statisch rüber und der Band gelang es nicht so ganz, den Kontakt zum Publikum zu knüpfen, weshalb es erst des AMON AMARTH Covers „Pursuit of Vikings“ bedurfte, um wirklich auf die hinteren Reihen zum Haareschütteln zu bringen. Da besteht noch einiges an Nachholbedarf. um einen wirklich mitreißenden Auftritt hinzulegen. (Brösel)
Manche Bands beschränken sich live aufs Rocken und Abgehen – SONS OF DEATH hingegen langweilten das Gros und machten sich zudem noch mit einem Instrumentenwechsel für eine ‚Death Metal Ballade’ lächerlich. Schweiß wollen die Leute sehen und keine aufpolierten Gitarren! Na, es kann ja nur noch besser werden… (trabi)
Etwa eine Stunde später gabs
PROFANED
zu sehen und zu hören, die schlagzeugerarme Black Metal Combo um Frontmann Barney. Und obwohl sie sich wirklich Mühe gegeben haben, ging der Auftritt dank heftiger Soundschwierigkeiten leider ziemlich in die Hose und die Einspieler waren das Einzige, was halbwegs klar aus den Boxen kam, der Rest klang eher wie ein absurdes Treffen von DEATH Metal vs. FEAR FACTORY mit einem Amok laufenden Drumcomputer, so zumindest eine Stimme aus dem Publikum. Sehr schade, das geht bestimmt besser. (Brösel)
Ja. Wirklich sehr schade, dass es die Truppe mit der Technik nicht auf die Reihe bekam. Fähige Drummer findet man für die doch recht flotte Mucke sicher nicht so schnell, doch wenn schon alles den bacj runter geht, dann sollte man doch wenigstens genügend aus dem mist noch machen können und wenigstens die Köpfe im Takt bewegen. Ist es wirklich zuviel verlangt, dass die Band wenigstens körperlich alles gibt? So konnte jedenfalls keine Stimmung aufkommen und ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust mir die Combo mit dem wohl langweiligsten Basser Frankens noch einmal zu geben. Das Grauen wollte nicht enden…
RAVENLORE
Machten wenigstens beim Soundcheck schon mal kräftig Dampf, auch wenn der Sound nicht merklich besser wurde, als bei den Bands zuvor. Irgendwie war da doch der Wurm in der PA.
Der klischeeträchtige Name steht der Band erst kurz, denn früher kannte man die Bayreuther unter DOD AERNST. Ob es am immer noch boomenden Pagan Metal liegen mag, ist fraglich. Die Richtung des Quartetts allerdings schon eher erklärend. ‚Normaler’ Metal trifft auf schwarze und tödliche Einflüsse und kann kaum mitreißen. Zumindest nicht mit einem solchen wässrigen Sound. Dafür stieg die Stimmung endlich wieder an und es überstand sich die Zeit im Saal angenehmer, als draußen im Raucherabteil.
CRYPTIC WINTERMOON
Konnten demnach nur noch punkten, was man auch von Beginn an Sänger Ronnys breitem Grinsen ansah. (trabi)
Nach langer Bühnenabstinenz beschlossen CRYPTIC WINTERMOON den Abend. Mit sichtbar erneuerter Spielfreude gingen die Herren und die Dame aus Hof und Umgebung gleich in die Vollen und kein Haar blieb ungeschüttelt. Sowohl Klassiker der ersten Alben als auch Stücke des neuesten Silberlings waren im Gepäck und so konnten sich Freunde des guten Geschmacks u.a. an Liedern wie "Supersatan", "WAR" oder auch "Where oceans meet eternity" erfreuen. Da gabs heftiges Haargeschüttel und die Hofer mussten schließlich auch noch zu einer Zugabe ran... CRYPTIC WINTERMOON sind endlich wieder da und werden diesmal hoffentlich recht oft auf diversen Bühnen zu bewundern sein. (Brösel)
Im Endeffekt hatten ca. 300 Metalheads einen recht unterhaltsamen Abend. Ob dies an den vielen Gesprächen in und um die Halle herum oder an den Bands lag, mag jeder selber für sich entscheiden. Ich jedenfalls bin auf nächstes Jahr gespannt und ob man dann nicht doch mit den richtig geilen Bands aus der Umgebung locken wird. Es gibt etwas gut zu machen! (trabi)
ps.: Mehr Bilder gibt es in unserer Gallery.

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Verfasser:
Trabi
Datum:
15.04.2008
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