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Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
Skull Metal District - Live Reports: Skull
ACE FREHLEY - Köln, Live Music Hall - (09.06.2008)

Eines gleich vorweg: Wer hier einen wirklich objektiven Live-Bericht erwartet, kann diese Site getrost überspringen, denn bereits im zarten Alter von neun Jahren prangte an der Kinderzimmertür des Verfassers ein riesengroßes ACE FREHLEY-Poster aus der Kiss-Photo-Session mit den Motorrädern. Seitdem begleitet mich der Gitarrist durch alle Lebenslagen und satte 30 Jahre später sind wir inzwischen beide (nicht immer in Würde) gealtert, aber immer noch bereit für einen Abend satten Rock’n’Rolls.

Aber der Reihe nach: Den Beginn gestalteten BETTIE FORD aus Köln, die somit ein Heimspiel hatten, allerdings dies bei den ausschließlich wegen Herrn Frehley Anwesenden nur bedingt nutzen konnten. Während die breite Masse sich im Biergarten die Zeit vertrieb, konnte ich dem flotten Punk’n’Roll der Betties durchaus was abgewinnen, wobei mir vor allem Sänger Don Ford mit seiner voluminösen, elvis-verehrenden Stimme und Poserkönig Silver Revolte an der Gitarre ein kurzweiliges Vergnügen bereiteten. Höhepunkte waren dabei „Rockcity“ und das Billy Idol-Cover „Rebel Yell“.

Guter Anfang, noch mal schnell in den Biergarten und ein Weizen bestellt und schon kann’s losgehen. Da tappt Ace auf dem Weg zur Bühne höchstpersönlich durch die Bierseligen mit Fanta und Sonnenbrille bewaffnet, die er während der kompletten Show nicht einmal abnehmen wird. Von Starallüren also schon mal keine Spur. Minuten später geht es nach dem obligatorischen „Space“-Intro auch schon mit dem Knaller „Rip It Out“ los. Während das Publikum zunächst noch etwas verhalten reagiert – kein Wunder, denn der Altersdurchschnitt lag mit Sicherheit klar jenseits der 40 – feuert Ace einen musikalischen Highlight nach dem anderen ab. Im Gegensatz zur Bombastshow seiner ehemaligen Kollegen zeigt sich der Spaceman bodenständig und vor allen Dingen mit einer ganzen Portion authentischen Rock’n’Rolls bestückt. Klar – bei „New York Groove“ kommt die Blinkegitarre zum Einsatz und was wäre „Shock Me“ ohne das obligatorische Solo inklusive rauchender Klampfe, die erst von einem Roadie mittels Feuerlöscher zum Stillstand gebracht werden konnte, so sehr ließ Ace das Griffbrett qualmen.

Zu Beginn war Herr Frehley zwar nicht immer punktgenau bei seinen Leadvocals, aber wen stört das bitteschön, wenn „Snow Blind“ oder das wohl mit dem authentischsten Rock’n’Roll-Text schlechthin bestückte „Rock Soldiers“ ertönt? Die gesamte Truppe steigert sich von Song zu Song und man merkt allen Beteiligten an, wie sehr sie Lust auf erdigen Rock’n’Roll haben. In bester Kiss-Tradition durften auch Frehley’s Mitstreiter mal Lead Vocals besteuern und so gerät die Show immer mehr zum Siegeszug, der am Ende in dem Kiss-Triple „Deuce“, „Love Gun“ und „Cold Gin“ seinen unausweichlichen Höhepunkt findet.

Ja – Ace Frehley ist alt geworden und hat Ätna-große Krater im Gesicht. Ja – der Spaceman scheint wirklich gelegentlich auf einem anderen Planeten zu sein. Und ja verdammt – so muss das auch sein. Und wer überhaupt ist Tommy Thayer? Und wie wollen Kiss auch nur ansatzweise mit dieser Setlist konkurrieren? Und man wird das geil, wenn das neue Studioalbum von Ace wahrscheinlich Ende des Jahres das Licht der Welt erblickt! Und … ach’ ja: Some hear the drums and some never know ....  ACE IS BACK AND HE TOLD YOU SO!!!!!
(Hansy )


SETLIST
(ohne Garantie auf Vollständigkeit):

Rip It Out
Parasite
Snow Blind [incl. I Want You ending]
Rock Soldiers
Breakout
Into The Void
Strange Ways
Shout It Out Loud
New York Groove
2000 Man
Shock Me
Rocket Ride
Deuce
Love Gun
Cold Gin [incl Black Diamond ending]

(Fotos by Grace Da Silva)







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Verfasser:
Hansy

Datum:
21.06.2008

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