Skull Metal District - Live Reports: Skull
KISS - Nürnberg, Arena - (27.06.2008)

Paul Stanley und Konsorten sind aus dem Grab gestiegen um die Welt zu unterwerfen – mal wieder. Da man ja aber langsam Angst haben muss dass es die letzte Tour ist (okay, die Stones werden wohl noch mit Defibrilator auf der Bühne stehen) konnte man dies nicht verpassen. Also Tickets geordert, Zähne geknirscht (62,- Euro) und ab dafür.

Der Weg zur Arena war auch etwas beschwerlicher als sonst, dank des Deutschen liebsten Kindes – das Auto. Es war DTM-Wochenende, Norisring. Dementsprechend viele Vollhonks unterwegs, dicke Karre und leider auch gewisse Organisationsänderungen. Statt die Leute die letzten 5 Meter am Stadion vorbeizulassen durften alle brav komplett aussenrum laufen. Vorbei am DTM-Assi-Campground...egal. Kurz vor 8 dann endlich angekommen, war schon gut was los. Jedenfalls aussen, innen hat sichs erst langsam gefüllt (und auch nicht komplett, einige Sitzplätze blieben frei und auch im Innenraum hatte man noch Bewegungsfreiheit). Erster Schock: Bier 3,80, Pfand 0,20 (haha...) und noch dazu JEVER. Ich hege den Verdacht dass man hier das Bier mit Wasser gestreckt hat, so hat es jedenfalls geschmeckt.

Dann tanzten urplötzlich 5 wackere Mädels auf der Bühne rum und zockten irgendwas zwischen Bonfire, Creed und Aerosmith – nur in richtig schlecht. Mir wurde auch irgendwann klar dass das gar keine Mädels sind. Diese was-auch-immer heissen jedenfalls Cinder Road, nur damit jeder weiss wem er aus dem Weg gehen soll....

Es fiel zuerst der Vorhang, um kurze Zeit später mit einem „You wanted the best, you got the best!“ von Paul Stanley wieder gelüftet zu werden. Von der ersten Sekunde an geniale Show, sehr cooles Bühnenbild und gute Stimmung.


Auch wenn man merkte dass wohl zwei Drittel des Publikums nur auszugsweise den Backkatalog kannte. Fing aber gut an, fast alle Knaller waren vertreten: „Hotter than Hell“, „Black Diamond“, „She“ und „Rock and Roll all Nite“, nach welchem erstmal zwei Minuten Pause war. Der „Zugabenteil“ bot dann die restlichen Hitswie „Lovegun“, „Detroit Rock City“ oder „Rock’n’Roll all night“, sowie das leider unvermeidliche „I was made for loving you“. Mit allerhand Schnipselregen. Gene Simmons’ Bluteinlage durfte natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig wie Paul Stanleys Ausflug quer durch die Halle. Knappe zwei Stunden dauerte das Spektakel, dann war Schicht im Schacht. Hu? Erst grosskotzig „We’ll play until you say you have enough“ und dann nicht mal „God of Thunder“? Schade. Licht an, trotzdem zufriedene Gesichter überall. Dann folgte allerdings der Kampf zum Ausgang – denn anstatt einfach wieder dort aufzumachen wo man reinkam wurden die handvoll (*hust*) Fans durch Treppen, kleinen Türen und natürlich vorbei am Merchandise-Stand geschleust. Da hat man wohl gehofft, dass man aus lauter Frust sich noch ’n Bier genehmigt oder ein supergünstiges KISS-Devotional kauft (40,- Euro für...sagen wir mal, es war ein Shirt). Nach endlosem Gänsemarsch kam man dann doch noch an die frische Luft. Und dort der nächste Nervfaktor: „Nein, sie können nicht den direkten Weg nehmen, bitte wieder aussenrum laufen“ – „DTM ist doch schon vorbei?“ – „Aussenrum laufen!“. Hatte man wenigstens noch 30 Minuten um sich die Beine zu vertreten.


Alles in allem - die Kohle isses wert, sehr coole Show, gute Songauswahl, es hat gerockt!

Danke an beijing für die Bilder!





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Verfasser:
Evil

Datum:
10.07.2008

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