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DESTRUCTOR, STONE COLD BLACK - Hamburg, Ballroom - (29.07.2008)

Wer nach dem Headbangers Open Air immer noch nicht genug von geiler Mucke hatte, der bekam am 29.07.2008 erneut Gelegenheit dazu. DESTRUCTOR legten zwischen ihre Auftritte beim Wacken Open Air und dem Headbangers Open Air zwei Gigs in Hamburg und Bremen ein und STONE COLD BLACK feierten ihre CD-Release-Party. Beide Bands waren auf dem Headbangers Open Air ein paar Tage zuvor bereits aufgetreten und mussten überzeugt haben, denn die Hütte war amtlich gefüllt.

Ursprünglich sollten DESTRUCTOR beginnen, weswegen ich mich richtig abhetzte, um von einer geschäftlichen Sitzung nach Hause zu kommen, mich dort umzuziehen und nichts vom Auftritt der Band im Ballroom zu verpassen, aber die beiden Gruppen tauschten dann doch die Reihenfolge. STONE COLD BLACK präsentierten ihr in Eigenregie aufgenommenes Album „The Cell“, ihr Thrash Metal war aber wenig ereignisreich. Die Songs glichen sich noch etwas zu sehr, dennoch mühte sich die Band redlich und war ständig auf der kleinen Bühne in Bewegung. Lediglich Sänger Korea Black wirkte etwas lethargisch. Da auch heute der Ausländeranteil recht hoch war, wurden die Ansagen wieder in englischer Sprache vorgetragen, was auch Sinn machte. Der Gesang wirkte etwas dünn und konnte nur bei den Backing Vocals Druck aufbauen. Die Soloparts und die Instrumentalfraktion machte aber schon mächtig Spaß. Mir fehlten nur einige einprägsame Melodiebögen und harmonische Riffs, die dafür sorgen, dass etwas hängen bleibt. Nach einer guten Dreiviertelstunde räumten die Hamburger dann die Bühne für den Headliner.



Einem Fan, der schon vor dem DESTRUCTOR- Gig einiges an Merchandise erstand, wurde dann die Ehre zu teil, die Band aus Ohio dem Publikum anzusagen – geile Geste. Überhaupt das Merchandising: Bei Preisen von 12 Euro (T-Shirt), 2 Euro (Aufnäher) und 1 Euro (Pin) schlug man natürlich gerne zu. Das war aber auch nötig, weil sich die Band über das Merch die Hotelübernachtungen finanzierte.

Gegen 22 Uhr legte die Band dann ganz knackig ohne Intro mit einem neuen Song ihrer aktuellen CD „Forever In Leather“ los. Im Verlauf der Show spielten DESTRUCTOR dann die Songs eher auf Zuruf vom Publikum, was natürlich sehr gut ankam. So wurde das Debüt „Maximum Destrucion“ aus dem Jahr 1985 mit sechs Songs wie „Bondage“, „Overdose“, „Pounding Evil“, „Iron Curtain“, „Destructor“ oder dem hymnenhaften Titeltrack sehr ausgiebig gehuldigt. Ergänzt wurde der viel zu kurze Auftritt lediglich durch „Sonic Bullet“ von der gleichnamigen EP aus dem Jahr 2003 sowie „Tear Down The Heavens“ von der 2007er EP „Storm Of Steel“.

Gerne hätten die Fans noch mehr von ihren Helden gehört, zum Beispiel weitere neue Songs oder zumindest Klassiker jüngeren Datums wie „Heavy Artillery“ oder „Storm Of Steel“, aber dazu kam es leider nicht mehr. Dennoch ein sehr intensiver Gig, der absolut schweißtreibend war. Die Amis hatten sehr viel Spaß auf der kleinen Bühne, spielten sich in Ekstase und auch das typische 80er Posing fehlte nicht. Die Fans drehten durch und gaben durch das aggressive Headbangen viel an Energie zurück. Nach dem Konzert trank die Band mit den Fans noch das eine oder andere Bier und ließ sich auch gerne mit den Anhängern fotografieren, so soll es sein.

Da kann man nur hoffen, dass die Jungs bald wieder über den großen Teich kommen.





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Verfasser:
Leather Rebel

Datum:
08.08.2008

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