Gestern hatte ich noch eine Diskussion mit meinem Chef und wir kamen zur Erkenntnis, daß Heavy Metal Musik einfach wichtiger und beständiger denn Fußball ist. Was nützt den Italienern der Weltmeister 2006, wenn sie eben 2008 nicht einmal bis ins Halbfinale kommen? Eben, gar nichts. Metal dagegen bleibt. IRON MAIDEN könnten eine absolute Scheißplatte abliefern (was sie nie getan haben), an der Größe von "Killers", "Piece of mind" oder "Seventh son of a seventh son" würde das nichts ändern.
Nun, jetzt denke ich schon, daß zumindest in der Türkei der Fußball einen größeren Stellenwert einnimmt und auch mehr Substanz dahintersteckt. Das Halbfinalspiel gegen Deutschland war phantastische, spannende Unterhaltung, da ging es mit Power und Leidenschaft zur Sache. Im Heavy Metal hingegen gibt es einige türkische Ausrutscher, die selbst einem Uwe Seeler mit seinen 73 Jahren noch Torchancen gegeben hätten. Y.O.C. mit ihrer Coverscheibe sind ein solcher.
Dies ist eine Zusammenfassung der EPs "The pit" und "Undead", sowie des Demos 2004. Es handelt sich um sieben leidenschaftslos heruntergedudelte Coverversionen, von denen "Symphony of destruction" ja schon im Original biederer Durchschnitt ist, dazu eine halbballadeske Eigenkomposition ohne Power.
Tut mir leid, damit kann eine hiesige Scheunenkombo gerade mal die lokale Bauernschaft beglücken, aber sich mit solchen Darbietungen auf internationales Parkett zu begeben, zeugt von Größenwahn. Das ist ein wahrer Genozid an zuweilen gigantischen Klassikern.
Eigentlich wäre hier eine wüßt üble Benotung fällig, aber wir wollen mal nicht so sein und enthalten uns der Punktewertung. Auch aus Gründen der Völkerverständigung.
Tracklist:
01. Suffer the masses (Flotsam & Jetsam)
02. Seasons in the abyss (Slayer)
03. Only the good die young (Iron Maiden)
04. Symphony of destruction (Megadeth)
05. Children of the damned (Iron Maiden)
06. Into the pit (Testament)
07. Flash of the blade (Iron Maiden)
08. Why (Y.O.C.)

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