

Letzte Aktualisierung am 01.12.2008
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ANGHER
Hidden Truth |
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Verdammt noch mal! Eine derart professionelle Aufmachung einer in Eigenregie produzierten Platte hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht zu Gesicht bekommen. Anfangs konnte ich es gar nicht fassen und hab die ersten paar Minuten verzweifelt damit verbracht, irgendwo auf der Hülle ein Labellogo oder sonst was zu finden. Fehlanzeige! Die Franzosen rund um den Cellisten Greg Korniluk dachten sich anscheinend: „Wozu ein Label? Das können wir auch selbst!“ – und damit hatten sie recht, denn die Jungs schmeißen nicht nur eine höchst edle Scheibe mit hochglanz Booklet auf den Markt, sondern kommen noch dazu mit einer Bonus-DVD daher, die die Band beim Proben all ihrer Songs zeigt. Außerdem gibt’s noch ein kleines Studioreport Extra. Die Idee den Cello-Sound mit metallischen Elementen zu kombinieren ist ja bekanntlich nicht neu, denn wer kennt die finnischen Chartstürmer von APOKALYTPIKA nicht, die ja als Protagonisten dieses Genres gelten? ANGHER Mastermind Greg Korniluk hatte auch schon mal das Vergnüngen, mit den Finnen zu arbeiten, und durfte für das Album „Reflections“ seinen Teil beitragen. Anscheinend hat ihm die Idee so gut gefallen, dass er nun ein eigenes Projekt dieser Art auf die Beine stellen wollte. In musikalischer Hinsicht unterscheiden sich die zwei Bands aber deutlich. Zum einen kommt bei ANGHER das Cello weitaus weniger stark zur Geltung wie bei ihren Vorbildern und zum anderen wird auf „Hidden Truth“ viel mehr auf Härte gesetzt. Zwar wird auf dem Promo-Blatt mit einem Misch aus Heavy und Thrash Metal geworben, zu hören bekommt man aber doch eher so in die Nu-Metal Richtung gehendes Zeug, das des öfteren durch sehr groovige Mosh-Parts unterstüzt wird. Auch mit SLAYER möchten die Bandmitglieder Ähnlichkeiten in ihrer Musik sehen, dieser Vergleich ist hier aber völlig fehl am Platz, denn auf dieser Scheibe klingt aber auch rein gar nichts nach den Thrash-Göttern. Besonders hervorzuheben ist auf „Hidden Truth“ eigentlich keiner der Tracks, denn das Songwriting lässt doch sehr zu wünschen übrig – irgendwie so wie auf den neueren METALLICA Platten. Da können auch die guten und druckvollen Vocals des Sängers Adriano Almeida (nein, nicht Bruder des Werder Spielers) nichts mehr ändern, obwohl er auf der letzten Nummer „Borderline“ kurz wie der kleine Tom Araya klingt... „Hidden Truth“ zeigt wieder mal, dass man sich ja nicht von Äußerlichkeiten beinflussen lassen soll, denn so professionell und liebevoll die Aufmachung der Platte auch ausgefallen ist, in erster Linie zählt noch immer die Musik und die ist in dem Fall im höchsten Maße belanglos. Wer jedoch auf so Cello-Metal steht, kann sich ja mal auf der MySpace Seite der Truppe Eindruck über die Musik verschaffen. Tracklist: 01. Anger 02. Delusion 03. Twisted brain 04. Emerge and be 05. Unsaid 06. Numb 07. Prophecy 08. On the ground of sanity 09. Hidden Truth 10. Going down 11. Borderline
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Verdammt noch mal! Eine derart professionelle Aufmachung einer in Eigenregie produzierten Platte hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht zu Gesicht bekommen. Anfangs konnte ich es gar nicht fassen und hab die ersten paar Minuten verzweifelt damit verbracht, irgendwo auf der Hülle ein Labellogo oder sonst was zu finden. Fehlanzeige! Die Franzosen rund um den Cellisten Greg Korniluk dachten sich anscheinend: „Wozu ein Label? Das können wir auch selbst!“ – und damit hatten sie recht, denn die Jungs schmeißen nicht nur eine höchst edle Scheibe mit hochglanz Booklet auf den Markt, sondern kommen noch dazu mit einer Bonus-DVD daher, die die Band beim Proben all ihrer Songs zeigt. Außerdem gibt’s noch ein kleines Studioreport Extra.




